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Wolfgang
24.02.2014, 11:23
Der ungebaut gebliebene Bahnhof

Der seit Jahresbeginn neue Goslarer Ortsteil Immenrode – einst zu Vienenburg gehörend - , der in der Nachkriegszeit nach dem II. Weltkrieg in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wegen der explosionsartigen der Dorfbevölkerung durch Flüchtlinge, Vertriebene und Ausgebombte durch notwendigen Wohnraumneubau sich nach Osten und Süden über die am südlichen Ortsrand vorbeiführende Bahnlinie ausdehnte, dabei u.a. die ‚Mühlenbergsiedlung’ schuf, wurde einst zu Beginn des Ausbaues des Eisenbahn-Liniennetzes im Nordharzraum von einer heftigen mit viel Leidenschaft geführten Diskussion erschüttert.
Es ging um die Frage, ob für den Ort an der eingleisigen Eisenbahnverbindung von Vienenburg nach Grauhof und von dort Richtung Westen über Langelsheim nach Kreiensen und Altenbeken ein Bahnhof oder wenigstens ein Haltepunkte „Immenrode“ an dieser Strecke gebaut werden solle oder nicht. Viele Einwohner sprachen sich strikt mit großer Heftigkeit dagegen aus.
Ein früherer Bürgermeister des Ortes – gebürtig aus Hahndorf – wusste diese Anekdote zu erzählen, dass viele Menschen in Immenrode damals befürchteten, mit der neuen Eisenbahn kämen unerwünscht Gesindel und fahrendes Volk ins Dorf; und das wolle man vermeiden. Immerhin waren die Protestler erfolgreich. Die Bahnverbindung Vienenburg – Grauhof gehört schon längst der Vergangenheit an.

Professorexabyte
19.07.2014, 14:46
Man gut, dass es nicht soweit gekommen ist, die Bahn hätte die Strecke eh' heute bestimmt nicht mehr bedient. Die Geschichte kenne ich von meinen Großeltern auch. Hätte nur Entrüstung gegeben, wenn die Bahn "abgeschafft worden wäre" so ist sie ebend nie erst entstanden. Also als Personenzug. Wobei ich mich bis heute frage, wo der Bahnsteig dann wohl gebaut worden wäre, wenn es einen gegeben hätte.