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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Coop Danziger Straße



Andreas
22.02.2015, 23:52
Heute Frischeland C. Diekow

Das Bild stammt aus dem Album von Markus63
http://www.goslarer-geschichten.de/album.php?albumid=142

13649

speth
18.01.2018, 23:19
An den Coop kann ich mich sehr gut erinnern, denn gleich rechts daneben führte ein Weg zur Wohnung meiner Großmutter. Sie wohnte in der Danziger Straße 39 Hochparterre rechts. Sie sprach von diesem Coop immer als dem “Konsum”, was in entschlossenem Ton vorgetragen immer eher wie “Komsumm” klang.

märklinist
19.01.2018, 15:54
Ja, natürlich an den coop-Laden kann ich mich auch noch erinnern. Der Laden links daneben sieht aus, als stünde der leer, ich weiß nicht, ob mich jetzt täusche, aber ich meine da war mal Schreibwaren Müller drin. Und ich denke mich erinnern zu können, das im coop-Laden in der zweiten Hälfte der sechziger Jahre Fritze Wilde dort ein Lebenshandel betrieb.
Der Ausdruck Konsum, wie user speth erwähnt, den gebrauchte meine Großmutter auch immer. Konsum diese Ladenbezeichnung gab es meines Wissens nur in der ehemaligen DDR.

Grüße aus BS
der märklinist

Nils
19.01.2018, 17:00
"Konsum Genossenschaft" E.G.m.b.H geht schon auf den Anfang 1900 in Deutschland zurück. Der CO OP ist lediglich der modernisierte Name der alten Konsum Genossenschaft. Durch das Alter bedingt gab es diese Cooperative auch in der DDR. So ganz unrichtig war es also nicht, wenn die Oma zum CO OP "Konnsumm" sagte. In Langelsheim findet sich auch bis heute der Straßenname "Konsumstraße" - benannt nach dem dort viele Jahrzehnte ansässigen Konsum-Genossenschaft Laden.

https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/b/b7/Heinrich_Zille_Konsum-Genossenschaft.jpg

joe70
20.01.2018, 06:21
Der Laden links daneben sieht aus, als stünde der leer, ich weiß nicht, ob mich jetzt täusche, aber ich meine da war mal Schreibwaren Müller drin.


Nein, das gehört zum COOP , dort ist der Wareneingang. Daneben kam auch die warme Abluft der Kühlgeräte aus dem Kellergitter.
Müller ist rechts vom Foto gewesen.

Glockenbergfex
25.01.2018, 10:03
Die Konsum-Supermärkte wurden um 1970 zu co op umgeflaggt. Das Unternehmen befand sich später zum großen Teil im Besitz der Gewerkschaften, die es in Folge des Neue-Heimat-Skandals in einem zwielichtigen Vorgang verkauft haben (siehe https://de.wikipedia.org/wiki/Co_op_AG). Ich erinnere mich auch noch, dass ältere Menschen immer vom "Konsumm" sprachen, wenn es um co-op-Supermärkte ging.
In Wildemann gab es doch noch lange ein "Konsum"-Geschäft.

märklinist
25.01.2018, 14:27
Ich kann mich an IFA-Läden erinnern, einer war in einem Eckhaus Marienburgerstraße/XYStraße (hab den Straßennamen vergessen). Wenn meine Erinnerung richtig ist, meine ich gehörten diese IFA-Läden zu List. Wenn dem nicht so sein solte und jemand anderer Meinung sein sollte, ruhig korrigieren. ich kann mich deswegen daran erinnern, weil ich dort Brötchen und eine "Blödzeitung" holen sollte für meinen Vater. Unerlaubt vom Restgeld hatte ich mir noch ein Sunkist (damals noch in der Pyramide) gekauft, was mir zu Haus mächtigen Ärger einbrachte. Die Oma sagte früher auch geh mal in den Konsum, oder ich war im Konsum, aber an einen Laden in Goslar, der diesen Schriftzug trug kann ich mich wahrhaftig nicht erinnern.
Einen weiteren coop gab es in der Fischemäkerstraße, da wo heute die Kaiserpassage steht. Bevor coop sein Domizil dort aufgeschlagen hatte, war zuvor Wasmund drin und davor ein Kaufringladen, der sogar 2 Ebenen hatte, und zwar die zweite Ebene erreichte man mit einer Rolltreppe, später befand sich dort in den oberen Räumlichkeiten die Diskothek Dreamboat.

In diesem Sinn
der märklinist

Manne
25.01.2018, 20:58
Hallo Märklinist, Du hast recht. Die XY-Strasse ist die Karlsbader Strasse. Der Laden wurde zu einer Wohnung umgebaut. Zeitpunkt, ich schätze, etwa Ende 60er Jahre.
Gruss Manne

Manne
25.01.2018, 21:05
Nachtrag: Einen Konsum gab es am Kattenberg. Da ist heute der "Spielzeugladen" für Erwachsene.
Gruss Manne

Harzer06
12.05.2019, 22:06
Moin,

der COOP-Nachfolger "Frischeland" an der Danziger Straße schließt zu Ende Juni 2019. Bis dahin gibt es laut Plakataushang im Schaufenster wechselnde Rabatte als Dank für die langjährige Treue der Kundschaft.

G´Auf
Harzer06

Roger
13.05.2019, 19:17
Schade eigentlich für die vielen älteren Menschen in Jürgenohl die dort einkaufen konnten.Aber es war ja nur eine Frage der Zeit wie lange der Laden überleben konnte nach der Eröffnung der Flächen auf dem Fliegerhorst. Ich denke auch es wird nicht die letzte Geschäftsaufgabe in der Danziger Straße sein wenn erst der DM Markt an den Start geht.
Die Danziger Straße wird weiter veröden. Kein Assmann mehr, für das Imbiss-Eck findet sich auch niemand mehr. Der benachbarte Pflegedienst ist auch weggezogen. Dann gibt es noch ein merkwürdiges Lokal seit einigen Jahren das zwar möbliert ist aber noch nie geöffnet war in dem Gebäude ehemals "Da Mario".Es ist jetzt wirklich langsam an der Zeit das die "Macher" vom Fliegerhorst eine Öffnung Waldenburger-/Troppauer Straße schaffen damit für die Jürgenohler die Wege zu den Märkten kürzer werden.Vielleicht macht das "Frischeland" jetzt noch mal richtig Umsatz wenn alle die kommen die dort vorher nicht eingekauft haben,die Schnäppchenjäger und Aasgeier die überall sind wo es Geschäftsauflösungen gibt.

Luzi
13.05.2019, 22:28
Hallo Roger,

die Schließung des Frischelandes hat nichts mit der Eröffnung des Marktes am Fliegerhorst zu tun.
Meine Mutter, die nächste Woche 92 Jahre alt wird, ist dort immer einkaufen gewesen und K. Diekow ( Inhaber ) hat schon vor einiger Zeit
angedeutet, daß auch er an den wohlverdienten Ruhestand denkt. Und nun ist es soweit! Schade, aber wir wollen ihm das gönnen!
Schade für die älteren Menschen, die sozusagen ein Geschäft vor der Nase hatten. Menschen, wie z.B. meine Mutter, die nicht mehr so weit laufen können.
Eine Öffnung der Waldenburger Str. bzw. Troppauer Str. wäre schon eine Erleichterung.

Vielleicht wird es ja irgendwann wieder eine mobile Einkaufsgelegenheit geben, so wie damals Herr Kettler, der mit Milchverkauf an seinem Auto angefangen hat und später sein Sortiment
immer mehr erweitert hat ..... sind so Gedanken von mir ..... was sein könnte, wenn

Gruß, Luzi

Roger
14.05.2019, 17:01
Danke Luzi,
... das mit dem Ruhestand hatte ich auch schon vor einiger Zeit mal gehört.Aber jetzt kommt wohl alles zusammen auch der Mitbewerberdruck
und die schwindenden Kundenzahlen. Trotzdem Hut ab,das Herr Diekow doch so lange Zeit als "Nahversorger" den Jürgenohlern zur Verfügung stand.
Handel ist Wandel,da kann ich auch nach fast 49-jähriger Tätigkeit im Goslarer Einzelhandel ein Lied von singen.
Eine mobile Einkaufgelegenheit kann ich mir nicht vorstellen,eher eine weitere Zunahme von Liefermöglichkeiten ins Haus.
Wird aktuell vom Marktkauf, Edeka Plöger und REWE (Fam. Scherf) am Zwingerwall angeboten.
Ich habe da noch als mobiles Einkaufsfahrzeug in den 90´ern einen Herrn Werner aus Hahndorf in Erinnerung.

thronerbe
14.05.2019, 19:12
Ich denke, dass Menschen ein Anrecht auf eine Grundversorgung haben oder haben sollten. Natürlich kann niemand gezwungen werden seinen Laden ohne Aussicht darauf Gewinne zu erwirtschaften zu eröffnen.
Die Stadt könnte in solchen Fällen durch finanzielle Anreize eine günstige Voraussetzung für das Unternehmen schaffen. So etwas passiert regelmäßig in den Kommunen bei größeren Unternehmen.
Ganz unschuldig ist die Stadt durch Ausweisung von Gewerbegebieten an der Situation nicht.

Viele Grüße

thronerbe

Luzi
14.05.2019, 21:59
Hallo Roger,

daß einige Geschäfte einen Lieferdienst bieten, ist schon hilfreich. Nur ich denke mal, daß ältere Menschen ja auch irgendwie in diese Geschäfte kommen müssen!
Und online einkaufen ..... Es gibt bestimmt ältere Menschen die das machen können, aber was ist mit Denjenigen, die diesbezüglich keine Möglichkeit haben?
Ist schon mies die Situation!

In irgendeinem Ort in Norddeutschland gibt es so eine mobile Einkaufsmöglichkeit .... wurde mal bei Hallo Niedersachsen vorgestellt. Dort schloß auch der einziger
Laden und die älteren Menschen guckten zunächst in die Röhre! Das Ding soll gut laufen!

K. Diekow wünsche ich einen wohlverdienten, angenehmen und gesunden Ruhestand. Seine Stammkunden werden ihn nicht vergessen.

Wenn ich an meine Kindheit denke, da war in Jürgenohl Alles zu bekommen.
Aber wie Du schon schriebst ..... Handel ist Wandel .....

Einen Herrn Werner aus Hahndorf, der auch ein fahrbares Geschäft hatte, kenne ich nicht.
Bei uns fuhr immer Herr Kettler lang ..... Milch und Buttermilch wurde in mitgebrachten Milchkannen abgefüllt ..... lecker .....

Für Jürgenohl wünsche ich mir, daß es kein Stadtteil wird, der verödet

Gruß, Luzi

lissy
24.05.2019, 12:44
Müller hats war noch weiter rechts im gleichen Gebäude wie die Drogerie. Der Lebensmittelladen von Wilde war links Ecke Kolberger Straße. Heute ist dort ein Cafe.