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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Bergschaden nach 188 Jahren.



Volker
04.01.2017, 10:18
Hallo Gemeinde !
Ich will mich mal wieder mit einem, wie ich hoffe interessanten, Beitrag beteiligen. Da ich in Hahnenklee wohne und mein Interessenschwerpunkt der ehemalige Bergbau im und am Harz ist, betrifft dieser Beitrag dieses Thema.
Doch zur Sache: Anfang letzten Jahres rief mich ein Bekannter an und teilte mir mit, daß ein Teil des Teichdammes der Hahnenkleer Kläranlage weggesackt ist und dort ein Loch unbekannter Tiefe entstanden ist. Ich nahm meinen Fotoapperat und begab mich zum "Tatort".
Da ich über die Positionen der schon vor langer Zeit verlassenen Hahnenkleer Gruben gut unterrichtet bin, drängte sich mir sofort eine Erklärung für diesen Vorfall auf: Die- (wem auch immer diese Entscheidung oblag)- haben in den 1960er-Jahren, als die neue Kläranlage gebaut wurde, den Teichdamm genau auf den Schacht der Anno 1828 eingestellten Grube "Herzogin Philippine Charlotte" positioniert. Dann ist der Schacht nach vielen Jahren nachgerutscht und hat einen Teil des Teichdammes mitgenommen. Die Koordinaten dieses Schachtes habe ich vom OBA- (mittlerweile Landesbergamt)- erfahren können. Diese Möglichkeit hat übrigens jeder interessierte Bürger. Diese Koordinaten habe ich dann auf eine 5000er Regionalkarte übertragen und stellte fest: Kommt mit Berücksichtigung einer gewissen Toleranz genau hin.
Was mich nur wundert ist folgendes: Es erfolgte auf dieses Ereignis überhaupt keine Reaktion von Seiten der regionalen Medien, zumindest ist mir keine solche bekannt. Es dürfte auch sehr peinlich für die damalige Bauplanung sein, sich nicht ausreichend über den Altbergbau informiert zu haben. Außerdem ist es im Ortsbereich Hahnenklees schon öfter zu Nachrutschungen alter Schächte gekommen. Diese Gefahr war also bekannt! Einen Teichdamm dann genau auf einen ehemaligen Schacht zu legen, das ist schon ganz schön drastisch. Das Loch ist nach wie vor vorhanden, nur mit Flatterband abgesperrt.
Soweit meine Schlußfolgerungen, vielleicht weiß jemand mehr. Ich lasse mich da gern aufklären.
Zur Namensgeberin dieses Schachtes folgendes: Herzogin Philippine Charlotte, geboren am 13. März 1716 in Berlin als preußische Prinzessin (Schwester Friedrichs des Großen)
Sie heiratete am 2. Juli 1733 Herzog Karl den Ersten von Braunschweig und Wolfenbüttel und wurde somit Herzogin. Sie starb am 17. Februar 1801 in Braunschweig und ist im dortigen Dom beigesetzt. (Sie soll im übrigen intelligenter als ihr Mann gewesen sein.)
Die erstmalige Erwähnung dieser Grube erfolgte - nach Henning Calvör - im Quartal Luciae Anno 1748. Wie oben erwähnt wurde diese Grube gemeinsam mit dem gesamten Hahnenkleer Bergbau im Jahre 1828 eingestellt.
Ich versuche übrigens seit Jahren, die genaue Lage des Mundloches des "Hahnenkleer Stollens" zu lokalisieren, wer da etwas beitragen kann, bitte melden. V.S.

Maria
04.01.2017, 16:01
Hallo Volker, nein von diesem Ereignis stand nichts in der Presse, das hätte ich mitbekommen.
Das Mundloch des Hahnenkleerstollens 1548 - 1680 hat die Koordinaten N:51*51`48 O:10*20`5438. Es liegt in einer Höhe von 508 ÜNN. Wo genau das in der Natur ist, weiß ich auch nicht. Nach google earth nicht weit vom ehemaligen Langeliether Graben im oberen Granetal. Mit GPS sollte es sich aber schnell finden, hatte aber bisher dort noch keins mit.
Harzliche Grüße Maria

Habe eben noch mal bei google earth nachgeschaut, ich habe die Koordinaten der Hahnenkleer Gruben dort eingezeichnet. Das Stollenmundloch ist natürlich unten im Tal.

Alle Daten habe ich von Wikipedia "Liste von Bergwerken in der Umgebung von Goslar"

Bergmönch
04.01.2017, 16:39
In der Wikipedia finden sich folgende Daten:

http://www.goslarer-geschichten.de/attachment.php?attachmentid=16157&d=1483547705

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Bergwerken_in_der_Umgebung_von_Goslar#Nu tzung_dieser_Liste_offline


Beste Grüße

Bergmönch

Volker
09.01.2017, 14:11
Hallo Maria !
Vielen Dank für Deine Mühe, die Koordinaten herausgesucht zu haben. Desgleichen für den "Bergmönch". Ich bin schon eine Reihe von Jahren diesbezüglich tätig, habe inzwischen eine ganze Aktenmappe mit Zeichnungen, Grubenrissen etc. zusammengestellt, die Besuche "vor Ort" garnicht mitgerechnet. Die Problematik in solchen lange zurückliegenden Fällen ist, ganz grob gesagt, daß in dieser langen Zeit der Eine vom Anderen abgeschrieben hat, ohne sich zu überzeugen, ob das, was er da vorliegen hat, auch korrekt ist. (Soll ja heute noch vorkommen !) Wenn man dann 10 verschiedene Örtlichkeiten herausgearbeitet hat, die z. T. erheblich auseinanderliegen, dann fängt man an, seinen gesunden Menschenverstand einzuschalten, ohne irgendwelchen Unterlagen blind zu vertrauen.
Die von Dir herausgesuchte Position kommt übrigens ganz gut hin, ist logisch auch gut begründbar. Muß ich noch vor Ort klären.
Ich habe meine Koordinaten immer nach dem "Gauß/Krüger"-System festgelegt, ich finde dieses System am einfachsten. Die von Dir genannten Koordinaten basieren auf dem geografischen System, (Grad, Minuten und Sekunden), müssen also umgerechnet werden. Ist aber machbar. Bevor jetzt hier eine Fachdiskussion über Vermessungsverfahren entsteht, will ich zum Schluß kommen. Das Hauptthema war ja eigentlich der Schachteinbruch am ehem. Klärteich. Ich überlege, ob ich da noch einen Beitrag für den "Harz-Berg-Kalender" daraus mache, um die Sensibilität etwas zu schärfen. Die können nur froh sein, daß dieser Klärteich nicht mehr benötigt wird, sonst hätte man doch einige peinliche Fragen stellen müssen. Die Forst hat u. A. eine ganze Masse Schlamm und Geröll unten im "Totental" beseitigen müssen. Daß das Niemandem aufgefallen und an die örtlichen Medien weitergegeben haben soll, ist mir unerfindlich. Die schreiben doch sonst über jeden Fahrraddiebstahl! Aber das ist meine persönliche Sicht der Dinge. Also, bis zum nächsten lohnenden Thema. Volker

Harzer06
09.01.2017, 15:50
Es ist manchmal besser, wenn manche Dinge nicht hochgekocht werden. Es gibt im Harz Hunderte bergbaulicher Relikte, die auch teilweise einfach versteckt im Wald herumstehen/liegen. Sie sind Eingeweihten bekannt, stören niemanden, und es besteht auch kein Bedarf für die Betonpumpe. Das ändert sich jedoch, wenn jemand das an die breite Öffentlichkeit zerrt. Dann werden denkmalswürdige Objekte mit Millionenaufwand "verwahrt".

Bei der geologischen und bergbaulichen Situation des Oberharzes sind eigentlich keine folgenschweren Bergschäden zu befürchten. Das Hauptpotential diesbezüglich haben die Ansatzpunkte der alten Schächte, an denen eine massive Füllsäule durch vermodernde Holzanteile oder Auswaschungen nachsacken kann, oder ein bühnengestützter Schachtverschluß einbricht. Im ersteren Fall bildet sich in der Landschaft eine Delle, die sich jährlich um wenige cm vertieft, im zweiten Fall ein Loch mit dem Querschnitt des früheren Schachtes. Befand sich der Schacht in einer Haldenaufsattelung bildet sich ein Trichter vom anstehenden Fels bis zur Haldenoberfläche.

Probleme können also nur Immobilienbesitzer bekommen, die ihr Haus auf einen alten Schachtpunkt bauen. In Clausthal ist mir da nur das frühere Autohaus Wentorf bekannt, die ihren Erweiterungsbau genau auf den Schacht der Anna Eleonore gesetzt haben. Plötzlich hatte die Schaufensterscheibe einen Riß...:D Normalerweise war man da schlauer und hat die Bebauung seit Jahrhunderten um die alten Schächte herum geführt.

G´Auf
Harzer06

Volker
12.01.2017, 14:05
Hallo Harzer06 !
Ohne diese Sache zu einer unendlichen Geschichte werden zu lassen, will ich trotzdem noch einmal antworten: Hier will niemand "schlafende Hunde" wecken oder etwas "hochkochen", es sei nur gestattet, auf Schludrigkeiten kommunaler Genehmigungsbehörden bezüglich Altbergbau hinzuweisen. Du hast ja zu Recht auf den Fall "Anna Eleonore" in Clausthal hingewiesen, das hatte ja noch ganz andere Dimensionen, der Schacht war immerhin über 500 Meter tief und hatte mit Sicherheit auch einen größeren Querschnitt. Ich kann nicht beurteilen, warum das Bauamt dort die Genehmigung erteilt hat, einen Gewerbebetrieb zu errichten, vielleicht wurde der Bauherr ja auf die Risiken hingewiesen. Für ganz so harmlos halte ich nachbrechende Schächte übrigens nicht, in Bockswiese hatten oder besser haben wir das Problem nach wie vor, aber der Grundstücksbesitzer kennt das und das Haus steht weit genug entfernt. Es handelt sich um den Schacht "Johann Friedrich".
Was für mich in erster Linie interessant ist, ist die Tatsache, daß sich nach so langer Zeit dieser, im Verhältnis kleine Schacht "Herzogin Philippine", zurückgemeldet hat. Ich hätte das jedenfalls nicht gedacht. Jetzt warten wir mal ab, wann sich der "Johann Georg" diesbezüglich bemerkbar macht. Volker

Mohr
06.04.2020, 15:33
Vielleicht kannst du aus dem Nachlass von Herrmann Knüppel jun. Bergbaupläne bekommen. Sein Vater hatte sehr viele Bergbaupläne aus Hahnenklee gesammelt. Wo diese letztlich abgeblieben sind kann ich nicht sagen. Wohnte zuletzt theodor Hein Str. 10

Viel Erfolg

Mohr

Bergmönch
18.09.2021, 13:52
Hier ein Foto von Bockswiese mit Bergwerk (?):

19817


Beste Grüße

Bergmönch

Bambusfreund
27.09.2021, 10:28
Moin, auf der historischen Karte sind sämtliche Gruben verzeichnet. Durch hin und her switchen zwischen den verschiedenen Karten, hat man einen ungefähren Überblick, ob eine Grube überbaut wurde. https://www.geobasis.niedersachsen.de/?x=10.3364&y=51.8492&z=10&m=lglnPl

Volker
28.09.2021, 18:03
Hallo Bergmönch, hallo Bambusfreund!
Auf dem Foto von Bockswiese ist tatsächlich das Bergwerk, nämlich die Grube "Herzog August" zu sehen. In der Mitte das Schachtgebäude und drum herum die Aufbereitungsanlagen. Weiter westlich lag noch die Grube "Herzog Johann Friedrich", die gehörten beide zusammen. Die ganze Anlage wurde leider total abgerissen, es erinnert nur noch wenig daran, außer daß sich der Schacht des "Johann Friedrich" in letzter Zeit öfter durch Nachrutschungen des Füllmaterials zurückgemeldet hat. Wir nennen es das "Bockswieser Loch", in Anlehnung an das "Celler Loch".
Jetzt zum Beitrag vom "Bambusfreund":
Die Karte, welche Du eingesetzt hast, ist eine topografische Karte ca. aus dem Jahre 1900, da sind natürlich die Gruben drauf, die damals noch in Betrieb waren. Die ganzen Anlagen, die zu diesem Zeitpunkt schon stillgelegt waren, sind dort nicht verzeichnet. Speziell auch die Hahnenkleer Gruben, die schon 1828 endgültig aufgegeben wurden. Die können sich selbst nach einem so langen Zeitraum durchaus durch Nachsacken der Schächte bemerkbar machen. Ein Beispiel, an das sich evtl. einige ältere Hahnenkleer Bürger erinnern könnten, ist der "Liegende Beständigkeiter Gesamtschacht", der auf dem "Hindenburgplatz" lag. Da rutschte das Füllmaterial des Öfteren nach. Die Feuerwehr hat dort mehrmals Abraum der Bockswieser Gruben eingespült. Außerdem auf unserem Nachbargrundstück, wo plötzlich die Garage schief stand. Da war ein dicht unter der Erdoberfläche verlaufender Stollen eingebrochen. Die Garage mußte abgebrochen werden.
Ich besitze die Kopie einer Markscheiderkarte aus dem Jahr 1799 vom Hahnenkleer Bergbau, wo alle damaligen Gruben und Anlagen verzeichnet sind. Das waren eine ganze Menge, eine Aufzählung würde den Rahmen dieses Beitrags sprengen und würde einen eigenen Beitrag füllen. Allein die Tatsache, daß allein für die Wasserversorgung dieser Gruben 3 Gräben angelegt wurden, ist schon bemerkenswert. (Der "Obere Schalker Graben", der "Glockenberger Graben" und der "Langeliether Graben".) Die Genauigkeit dieser Karte ist erstaunlich, wenn man die damaligen Vermessungswerkzeuge betrachtet.
Abschließend bemerkt: Es ist also garnicht so einfach, den ehemaligen Bergbau in seiner Gesamtheit zu erfassen.
Volker

Trichtex
06.12.2021, 19:12
Moin!


Bei der geologischen und bergbaulichen Situation des Oberharzes sind eigentlich keine folgenschweren Bergschäden zu befürchten.
Vielleicht kann es trotzdem nicht schaden, hier mal Berichte von Bergschäden zusammenzutragen.

Am Sonntag, den 05.12.2021 schrieb die GZ:

"Am Wochenende wurde in Wildemann ein Tagesbruch - ein Bergschaden, der bis an die Oberfläche zu sehen ist - im Bereich des Badstubenbergs entdeckt. Das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie geht derzeit davon aus, dass der Einsturz duch älteren Teil des 13-Lachter-Stollens ausgelöst wurde.

Wildemann. Ein Tagesbruch in Wildemann, also ein Bergschaden, der bis an die Oberfläche sichtbar ist, ist dem Landesamt für Bergbau,Energie und Geologie (LBEG) am Samstagmittag gemeldet worden. Davon berichtet das LBEG in einer Pressemitteilung. Der Bruch befindet sich am Badstubenberg, derzeit gehe man davon aus, dass er durch den 13-Lachter-Stollen ausgelöst wurde. Die Größe des Bergschadens wurde mit zweieinhalb Metern Durchmessern und gut vier Metern Tiefe angegeben.

Bei dem 13-Lachter-Stollen handele es sich um einen der ältesten Wasserlösungsstollen des Harzes. Der Stollen ist mindestens 500 Jahre alt und verläuft rund acht Meter unter dem Tagesbruch. "Eine erste Befahrung am Sonntag hat ergeben, dass der an dieser Stelle noch zugängliche Teil des 13- Lachter-Stollens nicht von dem Tagesbruch betroffen ist", so Pressesprecher Eike Brund in der Pressemitteilungg. "Allerdings verläuft dort parallel ein älterer Teil des Stollens, der nicht mehr zugänglich ist und durch den nach ersten Vermutungen der Tagesbruch gefallen sein könnte."

Von dem Einsturz gehe an der Tagesoberfläche keine unmittelbare Gefahr aus, da das betroffene Grundstück nicht bebaut ist. Ebenso habe eine Rücksprache mit dem örtlichen Energieversorger ergeben, dass auch keine Leitungen betroffen sind. "Allerdings liegt die Schadensstelle im Böschungsbereich des daneben verlaufenden Flusses Innerste. Das wird nötige Sanierungsarbeiten erschweren", kündigt das LBEG an.

Experten sollen die Schadensstelle am Dienstag in Augenschein nehmen, dann soll auch das weitere Vorgehen besprochen werde. Seit Sonntag wird der Einsturz messtechnisch überwacht."

Viele Grüße

Gunther

Trichtex
18.01.2022, 12:13
Moin!

Am 17.01.2022 schrieb die GZ:

"Am Montag kam beim Tagesbruch am Badstubenberg schweres Gerät zum Einsatz. Ein Autokran hob nach und nach die zehn Kubikmeter Kies über die Innerste zur Schadensstelle. Zuvor war der Bergschaden schon mit rund 20 Kubikmeter Beton aufgefüllt worden.

Wildemann. 10.000 Kilogramm Kies in Eimern über eine Brücke tragen und dann noch einen Hügel hinauf – das möchte wohl niemand. Weil die Brücke über die Innerste direkt unterhalb des im Dezember aufgetretenen Bergschadens in Wildemann (GZ berichtete) auch für Schubkarren zu schmal ist, holte sich das Landesamt für Bergbau, Energie und Geologie (LBEG) Hilfe durch einen Autokran. Am Montag wurde der Tagesbruch mit Kies verfüllt.

Zuvor waren bereits rund 20 Kubikmeter Beton in das Loch gegossen worden. Weil der Tagesbruch aber an einem relativ steilen Hang aufgetreten ist, war anschließend noch Kies notwendig, erklärt LBEG-Pressesprecher Eike Bruns. Denn der flüssige Beton kann nur so weit verwendet werden, bis die Unterkante des Loches erreicht ist. „Für das restliche Delta bis zur oberen Kante braucht es Kies, der Beton würde sonst einfach den Hang hinunter fließen.“

Verbindung zum 13-Lachter-Stollen

Thomas Finkeldey, beim LBEG für Gefahrenabwehr zuständig, geht inzwischen fest davon aus, dass der Tagesbruch mit dem älteren Ast des 13-Lachter-Stollens zusammenhängt, der in nur vier Meter Tiefe unter der Innerste verläuft. Dieser war, anders als ein neuerer Ast, bereits seit Langem nicht mehr zugänglich und wird nun ebenfalls verfüllt.

Finkeldey vermutet auch einen Zusammenhang mit dem Haus-Ditfurter-Schacht, der oberhalb des Bergschadens angesiedelt war. In einer Skizze aus dem 18. Jahrhundert ist er darauf gestoßen, dass im Bereich des Tagebruches ein Förderstollen für diesen Schacht verlaufen sein könnte. So hätten die Bergleute das geförderte Erz nicht erst den Hang hinunter transportieren müssen, sondern wären jenseits der Innerste fast unmittelbar neben dem Pochwerk herausgekommen.

Für das über dem Bergschaden gelegene Haus bestehe jedenfalls keine Gefahr. Seit Anfang Dezember sei der Bereich regelmäßig durch Messungen überwacht worden. Der Rest des Hanges sei stabil."

Viele Grüße

Gunther