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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : St. Barbara Sudmerberg



Andreas
11.02.2010, 17:43
Der Abriss einer weiteren ungenutzten katholischen Kirche steht bevor. Die Verhandlungen mit einem Privatunternehmen über den Verkauf der seit 2006 nicht mehr als Gotteshaus genutzten St. Barbarakirche in Goslar „stehen vor dem Abschluss“, sagte der Sprecher des Bistums Hildesheim, Michael Lukas, am Dienstag. Nach Informationen der „Goslarschen Zeitung“ soll das in den 1970er Jahren in Fertigbauweise errichtete Gebäude anschließend abgerissen werden. Seit 2003 wurden im Bistum Hildesheim 23 Kirchen aufgegeben und zwei davon bereits abgerissen, sagte Lukas. Bis 2020 ist die Schließung einiger Dutzend weiterer Kirchen geplant.

Quelle DPA 25.8.09

Ich dachte, die hätte Bauunternehmer Hoppman gekauft und der wollte die umbauen

Monika Adler
06.05.2012, 05:23
Und da wundert sich das Abendland, wenn es in Zukunft von Minaretten ueberrant wird? Wenn man ein Vacuum schafft , fuellt es jemand! Monika

Andreas
08.05.2012, 05:28
Guten Morgen,

bis jetz steht die ehemalige Kirche noch. Mit etwas Geld könnte man aus so einem Gebäude einiges machen.

Speedy
08.05.2012, 10:23
Guten Morgen,

bis jetz steht die ehemalige Kirche noch. Mit etwas Geld könnte man aus so einem Gebäude einiges machen.

Aber wer soll das Geld geben. Mit einer Sammlung ist das auch nicht getan.

Monika Adler
08.05.2012, 17:15
Da faellt mir ein, dass in meiner kleinen Stadt 2 ehemals als Kirchen benutzte Hauser an Privatleute verkauft wurden, die das zum Wohnen umgebaut haben. Ist bei euch auch schon mal so etwas geschehen? Natuerlich kommt es ganz auf den Stil und die Groesse an. immer,wenn ich von Juergenohl und Sudmerberg hoere, faellt mir auf, dass ich da nie gewesen bin, obwohl es das schon zu meiner Zeit gab.Gruesse, Monika

Birgit
09.05.2012, 16:25
Ich würde es trotzdem schön finden, wenn sie stehen bliebe.
Vll findet sich doch noch mal ein Interessent! :)

Bergmönch
15.05.2012, 12:38
In der GZ vom 14.12.1968 könnt Ihr lesen wie damals alles anfing:

http://www.goslarer-geschichten.de/picture.php?albumid=138&pictureid=2934

Ein wenig traurig ist es schon ...


Beste Grüße

Bergmönch

bergland
15.05.2012, 13:20
@ monika , so ein ähnlicher bericht lief mal im fernsehen , allerdings handelte es sich da um eine mehrere hundert jahre alte kirche ...
aber nunja , wer weiss vll bekommt sudmerberg ja bald auch noch einen einkaufsmarkt direkt um die ecke ... grundstück liegt günstig ist groß genug ... die kirche braucht anscheinend niemand mehr ...

Birgit
16.05.2012, 02:10
[QUOTE=bergland;10124aber nunja , wer weiss vll bekommt sudmerberg ja bald auch noch einen einkaufsmarkt direkt um die ecke ... grundstück liegt günstig ist groß genug ... die kirche braucht anscheinend niemand mehr ...[/QUOTE]

Bergland was ist bloß los mit ihm? Sudmerberg hat schon einen "Riesengroßen
Supermarkt" um die Ecke! Ich befürchte ich werde den Abriss der Kirche auch fotografieren müssen. Mit St. Barbara verbindet uns nämlich auch etwas:(

bergland
16.05.2012, 16:44
@ birgit so ist das nunmal wenn immer weniger leute in die kirche gehen ( bergland trifft man da auch nur bei hochzeiten von freunden oder verwandten bzw zum fotos machen an ) , oder was noch schlimmer ist immer mehr leute aus der kirche austreten , weil sie die kirchensteuer sparen wollen ( bergland gehört noch nicht zu diesen leuten ) ... irgendwann fangen die bistümer oder wie auch immer , an darüber nachzudenken welche kirchen sie dicht machen ... so ist das heute im christlich geprägten abendland ... kirchen werden geschlossen und abgerissen ... wenn schon kaum geld da ist , dann bitte ( berglands meinung ) dieses in die alten kirchen stecken um diese wenigstens vor dem zerfall zu retten ... berglands meinung ist aber auch : kirchen synagogen moscheen tempelanlagen wie auch immer und egal wie alt gehören nicht abgerissen ... nur leerstand kostet halt unterhalt ... den will niemand bezahlen

Birgit
16.05.2012, 17:10
Wieder einmal Deiner Meinung Bergland! Ich gehe auch nicht jeden Sonntag in die Kirche, jedoch gern einmal einfach so, wenn mir danach ist. Warum auch nicht einmal die Chance nutzen und in eine Synagoge oder Moschee schauen, wenn die Möglichkeit besteht. Woran ich am Ende glaube oder glauben möchten ist doch davon nicht abhängig.
Jedem das Seine! Erhaltenswert sind diese Gebäude in jedem Fall. "St. Barbara" geweihte Kirche - wird entweiht und abgerissen - das geht gar nicht. Sie ist die Taufkirche meiner Tochter und nur deshalb, weil damals gerade in St. Jakobi kein Termin frei war (ist wahr) und man bereits dazu übergangen war, mehrere Taufen gleichzeitig durchzuführen. Ist die Kirche in Sudmerberg abgerissen, kann sie nicht einmal mehr schauen wo sie getauft wurde, wenn sie den Wunsch danach verspürt! Schade!

Andreas
27.01.2015, 17:52
Letztes Jahr habe ich so im "vorbeigehen" mal ein paar Fotos gemacht, wer weiß wie lange das Ding noch steht ...

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märklinist
28.01.2015, 16:31
Hallo in die Runde,
ich möchte hier das Thema mit dem Islam meiden, denn immerhin so groß, wie behauptet wird, ist diese Religionsgemeinschaft zumal in Deutschland nicht vertreten und in dem kleinen beschaulichen Goslar wohl eher auch nicht.
Die Probleme die beide christlichen Kirchen in Deutschland haben ist zu einem der demographische Wandel in dem wir uns befinden. Die älteren Leute, die noch die Gottesdienste besuchen sterben nach und nach weg. Jüngere Menschen gehen eher weniger in den Gottesdienst oder gehören keiner der beiden christlichen Kirchen an, oder sind ausgetreten aus vielerlei Gründen.
Die Folge daraus immer weniger Kirchenmitglieder, somit geringeres Kirchensteueraufkommen etc.
Auch eine Kirche verursacht Kosten, Energie, Personal, Instandhaltung und Wartung. Wenn zu weinge oder gar keine mehr da sind, die das mit finanzieren, dann gehen auch in der Kirche die Lichter aus.
Aber dies ist kein Grund um die Abrisbirne kommen zu lassen, schon gar nicht wenn es baulich keine größeren Mängel gibt. Man kann so ein Gebäude auch umgestalten und anderen Zwecken auch gemeinnützigen zuführen. Gleich bei mir um die Ecke in der Straße wo ich in Braunschweig wohne ist nach 2007 eine evangelische Kirche geschlossen wurden. Die Bauweise ist recht modern späte siebziger, anfang achtziger Jahre.
Diese ehemalige evangelische Kirche wird jetzt als Bethaus genutzt von Glaubensgemeinschaften. Besucht wird diese hauptsäche von Migranten aus Osteuropa, aber auch einige Mitglieder sogenannter freier Kirchen nutzen dieses Gebetshaus.

In Golsar scheint es usus geworden zu sein, alles gleich dem Erdboden platt zu machen, obwohl Wohnraummangel besteht gerade im sozialen Bereich. Da sollte man sich mal mehr Gedanken im Vorfeld machen, bevor man mit dem "Abbruchhammer" kommt.

In diesem Sinn
der märklinist

Andreas
25.06.2015, 09:22
Momentan ist die ehemalige Kirche wieder zu verkaufen

http://www.immowelt.de/expose/26GB54E?campaign=nestoriade_tf2010

blueshark
25.06.2015, 10:34
Hallo miteinander,

ich kann natürlich nicht beurteilen, wie es in Goslar aussieht mit Räumen für Jugendgruppen, Jugendinitiativen, kulturelle Initiativen, günstige Räume für freie Kunst usw. Hier in Ulm werden viele alte Festungsbauten vom Stadtjugendring verwaltet und solchen Gruppen zur Verfügung gestellt. Das wäre also Sache der Stadt Goslar, die vielleicht als Käufer auftreten könnte, falls das Kirchengebäude nach Umbauten für solche Zwecke geeignet erscheint.

Viele Grüße von der Donau

redbullsuechtig
26.06.2015, 08:16
Warum will man erst die Gebäude abreißen, lässt sie aber dennoch stehen und vergammeln (in der Immo-Annonce steht ja drin: wird nicht mehr beheizt), und zehn Jahre später will man sie noch für teuer Geld verkaufen? Ist doch schade drum, erst alles herunterkommen zu lassen. Jetzt lohnt sich die Renovierung und der Umbau bestimmt nicht mehr, und man kann nur noch mal mit dem Bulldozer durchfahren und das Grundstück anderweitig bebauen.
Ich werde mir das, wenn ich im September endlich mal wieder in Goslar bin, mal anschauen. Mich würde mal interessieren, wie es von innen ausschaut.

Toni Pepperoni
09.02.2018, 14:22
Nach langer Zeit gibt es Neuigkeiten.

Goslar. Der Bebauungsplan rund um das ehemalige Kirchengrundstück St. Barbara in Sudmerberg hat in den letzten Jahren eine bewegte Geschichte hinter sich. Nach Profanierung (Entweihung) in 2006 sollte günstiger Wohnraum für kinderreiche Familien entstehen. Dieser Plan scheiterte und auch ein allgemeines Wohngebiet sollte nicht kommen. Dafür nimmt nun eine Garagenanlage Form an.
Eine Nachnutzung im Sinne des Sozialwesens war zum Bedauern des Bistums Hildesheim nicht umsetzbar, so dass man sein Okay zu einem allgemeinen Wohngebiet gab. Für dieses Projekt fand sich die Firma Fischer-Bau GmbH, die nach Abriss der Kirche acht neue Wohnhäuser errichten wollte. Doch der Verkehrslärm machte dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Laut Gutachter wäre eine sechs Meter hohe Schallschutzwand notwendig gewesen, die sich schlicht nicht in das Bild eines kleinen Neubaugebietes eingefügt hätte und hohe Kosten verursacht hätte. Somit verabschiedete sich der Investor wieder von diesem Projekt.
Schlussendlich kommt nun die Radikallösung: Nach Abriss des Kirchengebäudes sollen an selber Stelle diverse Garagen entstehen, für die es nach Ansicht der Verwaltung Bedarf gebe. Doch auch in diesem Fall muss sich zunächst der Bauausschuss und abschließend der Verwaltungsausschuss mit dem Thema Lärmschutz befassen. Nach Erstellung eines schalltechnischen Gutachtens müssen die Ergebnisse in den Bebauungsplan integriert werden.
50 PKW- und zehn Großgaragen Im Beschlussvorschlag heißt es dazu: „Um die Immissionen für die nachbarlichen Wohnhäuser des Eschenwegs zu minimieren, sollen die Garagen an der Südostseite und der Nordostseite als geschlossene Einheit gebaut werden und die rückwärtige Fassade der Garagenanlage soll Rank- und Schlingpflanzen erhalten. Weiterhin soll durch eine Bepflanzung des Randbereichs und der rückwärtigen Fassaden der Garage auch für das Ortsbild ein verträglicher Anblick gewährleistet werden.“
Insgesamt sollen zirka 50 PKW-Garagen (3 Meter mal 5 Meter) und etwa zehn Großgaragen für beispielsweise Wohnmobile entstehen, die über eine Zufahrt von der Sudmerberg Straße erreicht werden sollen.

Quelle:rgheute

Gruß Toni

Harzer06
08.10.2019, 19:12
Moin,

ja nun ist das Kapitel fast abgeschlossen. Der Turm steht noch, der Rest ist abgebrochen und wird vom Bagger zerbröselt, um das Armierungseisen heraus zu sortieren. Schon ein seltsames Gefühl. Da schaut man zu einer Zeit, als es die monströsen Lärmschutzwälle noch nicht gab, von Jürgenohl direkt auf das Gebäude, hat es in Jahrzehnten nie betreten und nun liegt es als Schutthaufen vor einem.?(

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