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Thema: Bergmännische Begriffe - Daten, Fakten & Dokumentationen

  1. #11
    Schießhauer Avatar von Anke
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • M
    • Maasen -Sind kleinere Grubenfeldflächen als die Fundgrube, die sich zu beiden Seiten in Richtung der Fortsetzung des Erzganges an sie anschließen. Man unterscheidet obere und untere Maasen, d.h. je nachdem, ob sie ober- oder unterhalb der Fundgrube im Gebirgsgehänge liegen.
    • Mächtigkeit - Der Abstand zwischen zwei Begrenzungsflächen eines Ganges oder einer Schicht, ihre Dicke.
    • Markscheide - Linienhafte Begrenzung eines Grubenfeldes an der Erdoberfläche, die sich als gedachte Grenze auch senkrecht in die Tiefe ausdehnt.
    • Markscheider - Bergbeamter, der alle in einem Bergbaubetrieb anfallenden Vermessungsarbeiten ausführt und für diese verantwortlich ist.
    • Mettenschicht - Ursprüngliche Bezeichnung für die letzte Schicht vor dem Weihnachtsfest, in welcher die Bergmette (Dank- und Bittgottesdienst ohne Beteiligung eines kirchlichen Würdenträgers!) abgehalten wurde. Diese Schicht bestand aus einem Arbeitsteil und einem feierlichen Teil mit Bergmette, Beschenkung und Bergschmaus.
    • Mundloch - Die Stelle an der Erdoberfläche, wo der Stollen angesetzt, d.h. mit dem Grubenbau begonnen worden ist (siehe Anm. Stollen).
    • Mutung - Antrag auf Überlassung eines Grubenfeldes - sobald ein Interessent (Muter) einen Erzgang erschürft (entdeckt) hat, ein ins Freie gefallenes Bergwerk wieder aufnimmt oder im Anschluß an bereits verliehene Grubenfelder weitere Maasen (vgl. Anm. Maasen) auf dem Erzgang abbauen (auslängen) will.


  2. #12
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • N
    • Nebengestein -Das eine Lagerstätte bzw. einen Lagerstätenteil umgebende Gebirge.


  3. #13
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • O
    • Oberbergamt -in den preußischen Rheinlanden ab 1816 vorgesetzte Behörde der Bergämter (Oberbergamt Bonn mit den Bergämtern Düren, Siegen und Saarbrücken); Auflösung der Bergämter 1861 (Übergang der Kompetenzen auf Oberbergamt Bonn).
    • Obersteiger - Titel eines Betriebsführers im Bergbau.
    • Ort - Das Ende eines Grubenbaues (z.B. eines Stollens); auch jeder Punkt der Grube, wo der Bergmann am Gestein arbeitet.


  4. #14
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • P
    • Pinge, Pingenzüge -an der Erdoberfläche in der Nähe alter Erzabbaustätten entstehende trichter- oder schüsselförmige Vertiefungen durch Grabungen oder Einstürzen von Gängen.
    • Pochwerk -Zerkleinerungsmaschinen für geförderte Erze. Durch Pochstempel, die angehoben werden und dann frei herunterfallen, wird das Haufwerk zerkleinert.
    • Pumpensumpf - Schachtboden in dem die Pumpen ihre Arbeit verrichten.


  5. #15
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • Q
    • Querschlag -Grubenbau, der annähernd rechtwinklig zur Lagerstätte und überwiegend im Nebengestein aufgefahren worden ist.
    • Quetschholz -Holzstück im Ausbau, daß zwischen Ausbau und Firste eingefügt wird und bei auftretendem Gebirgsdruck den Ausbau vor Zerstörung schützt.


  6. #16
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • R
    • Rasenhängebank -Die Fläche um die Stelle, an der der Schacht die Erdoberfläche erreicht.
    • Raubbau, auf Raub bauen -unvollständiger Abbau einer Lagerstätte unter Vernachlässigung von technischen (Sicherheits-) Maßnahmen für den Betrieb
    • Reviersteiger - Aufsichtsperson, der mehrere zu einem Abbaurevier zusammengefaßte Betriebspunkte unterstehen.
    • Rolle -(auch Rolloch): ein kleiner, enger senkrechter oder stark geneigter schachtartiger Bau zur Förderung des Haufwerkes von einem höheren zu einem tiefer gelegenen Punkt durch Schwerkraft.
    • Rösten - Erhitzung des Erzes, wobei gasförmige Bestandteile entweichen (z.B. Schwefeldioxid aus Blei als Vorstufe zur Silbergewinnung).


  7. #17
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • S
    • Sargdeckel -Gesteinsblöcke, die infolge sich kreuzender Klüftung des Hangenden plötzlich aus dem Schichtverband herausfallen und dadurch auch schwerste Unfälle verursachen können.
    • Schacht -Senkrechter („saigerer“) oder stark geneigter („tonnlägiger“), von der Erdoberfläche in die Tiefe geführter Grubenbau mit verschiedenen, oft rechteckig, gestaltetem Querschnitt.
    • Schlägel u. Eisen -Symbol für den Bergbau, Meißel und Hammer des Bergmanns
    • Schießen - siehe Sprengen
    • Schlägelarbeit -Ursprüngliche bergmännische Gewinnungsmethode mit dem Schlägel (Fäustel) und dem Eisen oder auch Bergeisen genannt (siehe Anm. Fäustel und Eisen); bildet noch heute das Symbol des Bergmannsstandes.
    • Schlagwetter -Wetter mit erhöhten Methanwerten, die durch eine Zündquelle zur Explosion führen.
    • Schürfen -Lagerstätten-Suche von der Tagesoberfläche aus.
    • Seifen -Abbau einer Seifenlagerstätte. Über einen geneigten Untergrund hinfließendes Wasser sortiert das aufgegebene erzhaltige, verwitterte Gesteinsmaterial nach dem spezifischen Gewicht. Vor einem eingebauten Hindernis reichern sich die schweren Erzkörner an, während die leichteren (erzfreien) Gesteinsbröckchen durch die Strömung des Wassers mit weggeführt werden (Schwerkraftsortierung).
    • Sichern -Eine mehlfein zerriebene Gesteinsprobe wird im Sichertrog (Holzmulde) mit Wasser separiert. Die schweren Zinnerzkörnchen reichern sich dabei an und bilden im Trog einen dunklen Fleck. Durch Größenvergleich mit gebräuchlichen Münzsorten konnte auf die Bauwürdigkeit der „Zwitter“ geschlossen werden.
    • Silikose -„Staublungenkrankheit“ - in eingeatmetem feinem Gesteinsstaub enthaltene Quarzanteile zerstören die Lungenbläschen - früher eine heimtückische Berufskrankheit der Bergleute.
    • Sohle -1. untere Begrenzungsfläche eines Grubenbaues
      2. alle annähernd waagerecht aufgefahrene Grubenbaue. Durch Sohlen wird eine Lagerstätte in geeignete Abbauabschnitte unterteilt.
    • Sprengarbeit -Früher auch als Schiessen bezeichnet; Methode im Bergbau, bei der das anstehende Gestein durch „Sprengen“ aufgelockert (zertrümmert) und damit gewinnbar wird.
    • Steiger -Früher aus den Reihen erfahrener Bergleute kommender Aufsichtshabender in der Grube.
    • Stempel -Senkrechte Stütze beim Holzausbau.
    • Stollen -Von der Erdoberfläche aus gewöhnlich nur schwach ansteigend vorgetriebener Grubenbau (siehe Anm. Erbstollen, Mundloch, Ort).
    • Stoß -Seitliche Begrenzungsfläche eines Grubenbaues.
    • Strecke -Annähernd waagerecht aufgefahrener Grubenbau von regelmäßigen Querschnitt, der von einem anderen Grubenbau aus angelegt worden.
    • Streichen -Richtung der Längsausdehnung eines Erzganges oder einer Gesteinsschicht in einer horizontalen Ebene, angegeben als Himmelsrichtung oder als Winkel gegen Magnetisch-Nord.


  8. #18
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • T
    • Tagesschacht -Schacht im Berg, der von der Erdoberfläche aus geteuft wurde, um die erforderliche Luftzirkulation im Schacht zu ermöglichen.
    • Teufe (Tiefe) -nach der Tiefe hin den Abbaubetrieb herstellen; allgemeine Bezeichnung für Tiefe im Abbaubetrieb.[/*:m:1quscwau]
    • Tiefster Stollen -m geneigten Gelände möglichst tief angesetzter Stollen (z.B. zur Wasserhaltung).


  9. #19
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • U
    • Überhauen -(„über sich hauen“) - schachtartiger Grubenbau, jedoch von unten nach oben durch Hochbrechen geführt.
    • Unter Tage -Alle Bergwerksanlagen unter der Erdoberfläche


  10. #20
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    Rotes Gesicht Re: Bergmännische Begriffe


    • V
    • Verhüttung -ist die zweite Stufe der Verarbeitung aufbereiteter, d.h. angereicherter Erze (vgl. Aufbereitung).
      Durch Zufuhr von Wärmeenergie und gegebenenfalls unter Einsatz von Hilfsstoffen (Reduktions- oder Flussmittel) werden das oder die reinen Metalle ausgeschmolzen.
    • Versetzen, Versatz -taubes Gestein in die abgebauten Gruben einlagern (Schutz vor Einsturz); Förderung von taubem Gestein erübrigt sich dadurch.
    • Vorrichtung -Gesamtheit der Herstellung von Grubenbauen in der Lagerstätte durch Einteilung in bestimmte Abschnitte zu ihrer Untersuchung und zur Vorbereitung ihres Abbaus (vgl. Ausrichtung).


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