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Thema: Geplante Rückgewinnung von Rohstoffen am Bollrich

  1. #11
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Die vierte Blütezeit unseres reichen Goslarer Schicksalsberges steht kurz bevor.

    Glück auf sagt die Goslärsche

  2. #12
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Öööhm... Der Artikel ist ja schön... Zu schön wäre er. Deswegen könnte man schnell die Fragezeichen auf dem Kopf sehen bei mir. Oder hat da jemand ausversehen wieder ein Komma verschoben, wie bei den Nährstoffen im Spinat?
    Ich meine Goldgräberstimmung durch Abfall? Klar haben sich die Methoden verbessert, und die Rohstoffpreise lassen das Wort "rentabel" schnell auf Produkte und Verfahren überspringen, wo zu Rammelsberg-Bergbau-Zeiten niemand dran gedacht hat. Aber irgendwie kommt es mir doch etwas komisch vor.

    Ich meine ich bin kein Mensch der aus dem Gewerbe kommt und ich nehme an, dass auch die Menschen die hier im Forum aus dem Bergbauwesen stammen ja auch schon seit Jahrzehnten vermutlich "raus" sind. Ich meine korrigiert mich wenn ich falsch liege. Aber irgendwie erscheint mir diese Annahme unrealistisch. Oder die verschweigen irgendwelche Funde, damit nicht andere Firmen überstürzt die Rechte an bestimmten Gebieten entern.

    nachher ist der Schlackesee nur der Anfang, und der wahre Schatz liegt immer noch im Berg

  3. #13
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Zu aktiven Zeiten des Rammelsberges wusste man ziemlich genau, welche -nennen wir es hier mal 'Seltene Erden'- man in die Bergeteiche verbringt.
    Wir gehen in der Zeitrechnung mal ins 20. Jahrhundert zurück: bis 1988, als der aktive Bergbau aufgrund dessen zur Schließung des Bergwerkes geführt hat, weil die beiden großen Erzlager ausgeerzt sind. Nicht mehr rentabel abbaubare Erzreste lassen wir mal dort, wo sie sind... die Vitriole an noch begehbaren Stellen im Berge erfreuen somit weiterhin das Auge der Betrachter.
    Nein. In der damaligen Zeit bis 1988 hat die Weltwirtschaft den Bedarf der durchaus bekannten Wertstoffe in den Bergen noch nicht in dem Maße begehrt, wie sie der Markt heute benötigt. Wir denken da mal z. B. an die Werkstoffe der Akkus für Windkraftanlagen, Smartfones und viele weitere Einsatzbereiche, die zunehmend eine stetig steigende Menge genau der Wertminerale benötigen, die nun mal zufällig Bestandteil der Rammelsberger Erze waren.
    Das technische Zeitalter ist in den Jahren seit der Aufnahme der flotativen Mineraltrennung der Rammelsberger Erze mit Riesenschritten fortgeschritten. Andere Legierungen, andere Wertstoffe werden zunehmend wichtig für die Industrie und Medizin bzw. -produkte. Was früher "Abfall" war, weil es keine Verwendung für diese Produkte gab, ist heute wertvoller, weltweit rarer Wertstoff geworden. Asien hat die weltweit größten Lager dieser dort noch abbaubaren Minerale. Mitten in Deutschland "liegen sie rum". Die Form der Gewinnung ist heute am Bollrich eine andere, als der Abbau durch Bohren und Schießen aus dem Gesteinsverbund. Die heutigen Technologien bewältigen das eine wie das andere Abbau- bzw. Gewinnungsverfahren.
    Behördliche Genehmigungsverfahren, bergrechtliche Bestimmungen, Konzepte, Geldgeber... ein sehr langer Weg, die 'vierte Blütezeit' des Goslarer Schicksalsberges aufleben zu lassen und die quasi 'zwischengelagerten' vermeintlich hochwertvollen Minerale zu gewinnen, die in errechenbarer Größe und Vielfalt nachweislich vorhanden sind.
    Angebot und Nachfrage bestimmen des Preis. Asien beherrscht zzt. den Weltmarkt - und bestimmt den Preis! Das Lager am Bollrich ist in seiner Größenordnung und seinen Bestandteilen an vielfältigen Wertmineralen nicht zu unterschätzen auf dem Weltmarkt!

    @Professorexabyte: Gegen ein paar Falschbenennungen ein bisschen geklugscheißert:
    Der "Schlackesee" ist ein Bergeteich. Schlacke wäre der Ausbrand durch die Verhüttung und enthält nur noch Spuren von Wertmineralen. Berge sind der Abraum, in diesem Falle der Abraum (Berge) aus der Flotation, nach der Trennung der damals am Markt geforderten Minerale, der noch zu entsprechendem Prozentsatz reine Wertminerale birgt.
    Bergbau ist kein Gewerbe, sondern ein Gewerk.
    Abfall wäre wertloses Zeug, was keiner weiteren Verwendung mehr zugeführt werden könnte. Die "Goldgräberstimmung" ergibt sich in diesem speziellen Fall aufgrund des Wissens um die dort lagernden Wertminerale, die einen hohen Seltenheitswert besitzen, Prognosen über das Abbauverfahren aufgrund der Vorgeschichte relativ überschaubar wären.
    "Rentabel" - der Markt der sich für die dort lagernden Wertmetalle in den letzten 10, 15 oder 20 Jahren begonnen hat zu entwickeln bestimmt Nachfrage und ... Preis.
    "...zu Rammelsberg-Bergbau-Zeiten niemand daran gedacht hat". Gedacht wurde schon, das mit dem Gemacht = alles hat seine Zeit. Im Nachhinein kann man immer Schlau(mei)er sein...
    Etwas nachdenken in welchen Zeitenschienen wir uns hier so bewegen... und die Aussagen nicht zeitenlos miteinander vermischen.
    Fehlt hier nun nur noch die Frage, warum man für die Auffahrung des Tiefen-Julius-Fortunatus-Stollen 99 Jahre benötigt hat und ihn nicht gleich im elektrischem Bohrbetrieb aufgefahren hat, sondern mühselig über Generationen mit Schlägel und Eisen.

    Einfach mal in Fachbereichen informieren; z. B. die TU Clausthal bietet dazu Möglichkeiten... (s. z. B. Link weiter unten)


    In diesem Sinne
    Glück auf, Goslärsche
    Geändert von Goslärsche (18.08.2015 um 23:42 Uhr)

  4. Danke von:

    Andreas (19.08.2015)

  5. #14
    Schießhauer Avatar von Bergmönch
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    @ Goslärsche: Die Seltenmetalle im Teich sind keine Seltenen Erden ...

    Beste Grüße

    Bergmönch
    Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser werden wird, wenn es anders wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn es gut werden soll. (Lichtenberg)

  6. Danke von:

    Andreas (06.08.2015),Goslärsche (18.08.2015)

  7. #15
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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  8. Danke von:

    Andreas (19.08.2015)

  9. #16
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    Der nächste (überflüssige) Verein, der nur dazu dient, Gebühren und Steuermittel in Kassen umzuleiten, um damit "Personalposten" (also sich selbst) zu finanzieren; netter Nebenverdienst für manche - für's Nichtstun
    Glückauf
    Fundgrübner

  10. Danke von:

    Andreas (19.08.2015)

  11. #17
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Heute in der GZ ...

    Gestern wurden 5 Pontons als Plattfor für Probebohrungen ins Wasser gelassen ...

    ... Hauptsächlich geht es um die vermuteten 100 Tonnen Indium. Als "Zugabe" vermutet man

    1,5 Tonnen Gold
    200 Tonnen Silber
    14.000 Tonnen Kupfer
    70.000 Tonnen Blei
    100.000 Tonnen Zink
    1,5 Millionen Tonnen Schwerspat

    Eine eventuelle spätere Aufbereitung solle in der zu modernisierenden Aufbereitung am Bollrich stattfinden.

    Witzig ist die Aussage, dass man die Bahnstrecke von der Aufbereitung nach Oker reaktivieren könne. Da ist nichts zu reaktivieren, die Strecke ist fertig und müsste neu gebaut werden.
    Siehe auch:Regelspurige Erzbahn Bollrich nach Oker
    Glück Auf!
    Andreas

  12. Danke von:

    Maria (18.11.2015),Speedy (18.11.2015)

  13. #18
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Hmmm. Was mich wundert. Bitte kläre mich einer auf...

    Warum lässt die ach so verschuldete Stadt Goslar das einfach aus ihrem eigenen Grund und Boden von irgendeiner Firma rausholen? Wem ist noch bewusst, um welchen Materialwert wir hier reden? Die "paar Steuern" die dieses Unternehmen abführen wird, werden Goslar auch nicht helfen. Wenn die Stadt Goslar aber eigens diesen Punkt aufgreifen würde, wäre sie doch schon innerhalb von wenigen Prozent dieses Abbaus schuldenfrei...

    Aber ich stelle mir das gerade wohl wieder etwas zu einfach vor.

  14. #19
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Das ist ja nicht der Grund und Boden der Stadt. Ganz sich bin ich mir nicht, meine aber, dass Stöbich das ganze Areal da oben entweder von der Preussag oder der Bergbau Goslar gekauft hat. Inklusive der Altlasten
    Glück Auf!
    Andreas

  15. Danke von:

    Goslärsche (30.11.2015)

  16. #20
    Schießhauer Avatar von Professorexabyte
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    Naja als Stadt hätte ich da trotzdem noch versucht jura-mäßig so viel rauszupumpen aus dem Vorgang da oben wie möglich. Ich meine alleine ohne das Indium... Nur die "Nebenerzeugnisse" ohne Schwerspat haben in der vermuteten Menge einen Börsenwert von 600´000´000€ Nochmal ausgeschrieben sechs-hundert-millionen. Das Indium haut da auch noch mal oben was drauf.

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