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Thema: Absetzbecken für den Rammelsberg

  1. #11
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    Nun denn... wie sollen Fremdlinge wissen, WAS das für Teiche sind... es wissen ja noch nicht einmal viele Goslarer!
    Es gibt in der näheren und weiteren Umgebung sehr viele Teiche, die zum Baden einerseits verlocken, andererseits belastet sind (sein sollen), z. B. die Pfauenteiche in ClZ - die jetzt so rein sein sollen, dass sie -ich übertreibe vlt.- jetzt als Trinkwasserqualität ausgewiesen werden. Wie dem auch sei, m. E. gehören die jedoch auch zum Oberharzer Wasserregal, wo Gelder für Sanierungen locker gemacht werden. Wie das mit z. B. den noch vorhandenen, nicht mehr betriebenen Anlagen in Goslar im Rahmen des Weltkulturerbes vonstatten geht ist mir persönlich unbekannt.
    Es stellt sich auch die Frage, ob einen diese belastenden Stoffe wirklich krankhaft belasten würden - weil wir die aktuelle Stufe der "Verunreinigung" nicht kennen - und sie vielleicht gar nicht mehr so hoch ist.
    Was haben die Menschen der Region früher, zur Zeit aktiver Bergwerke an Belastung erlebt - über die gar nicht gesprochen wurde...
    Erst das Wissen um eine Sache macht sie gefährlich... Alles sind in der Natur natürlich vorkommende Stoffe - erst durch chem. Verbindungen zu schadhaft für den Menschen gewordene Stoffe.
    Hier im Thread finden sich Beitrage offensichtlich von Wissenden über die Materie dazu, was dort genau für Rückstände in die Gelmketalsperre eingeleitet wurden.

    Vlt. weiß wer was fundiertes hierzu?

    Gruß Goslärsche
    Geändert von Goslärsche (03.09.2012 um 07:34 Uhr)

  2. #12
    Schießhauer Avatar von uwe unten
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    hallo
    bin eben hier drauf gestossen wir gehen seit jahren da mit den hunden . die wassergüte muss wohl gut sein . denn auf dem wasser tummeln sich enten und im wasser schwimmen fische . schwimmen ist verboten ,es stehen ja noch überall schilder .
    Glück Uwe Auf

  3. #13
    Schießhauer Avatar von Goslärsche
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    "Schwimmen verboten" gilt nirgendwo als Indiz für gute oder nicht so gute Wasserqualität!

    Die Fisch- und Entenbesiedlung schon eher...

    Gruß Goslärsche

  4. #14
    Schießhauer Avatar von uwe unten
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    hallo
    zu harzer 06: der alte klärteich auf dem werksgelände der zugeschüttet wurde ,birgt wenn noch vorhanden schätze. da wurden 62-64 die alten karbitlampen drin versenkt .heute rarietäten ,ich hab noch 2orginale vom berg und eine funkelnagel neue ungefahrene .
    Glück Auf Uwe

  5. #15
    Schießhauer Avatar von Toni Pepperoni
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    Zitat von Uwe unten: die wassergüte muss wohl gut sein . denn auf dem wasser tummeln sich enten und im wasser schwimmen fische

    Zitat von Goslärsche: Die Fisch- und Entenbesiedlung schon eher...


    Das würde ich so nicht sagen, denn es kommt bei den Entenvögeln,Gänsevögeln oder auch Limikolen doch sehr stark auf das Habitat und das Nahrungsangebot an, - also ohne Nahrung keine Tiere. Alle drei genanten Arten konnte ich schon an den Klärteichen auf dem Bollrich beobachten.

    Z.B. Stockenten ( Schwimmenten ) fressen überwiegend nur pflanzliche Nahrung,zum Spektrum gehöhren aber auch Laich, Weichtiere, kleine Krebse usw.

    Tauchenten wie z.B. die Tafelente suchen ihre Nahrung beim Tauchen oder beim Schwimmen unter Wasser und fressen Pflanzenteile, daneben auch wirbellose Tiere wie Wasserinsekten, Krebstiere und Weichtiere.

    Limikolen wie z.B. der Grosse Brachvogel suchen im Schlamm oder im Spülsaum nach Würmern,Schnecken oder Insekten.

    Grosse Brachvögel oder auch andere Limikolen, die an Klärbecken im Klärschlamm ( Erzwäsche,Zuckerfabriken oder andere Abwässer ) nach Nahrung suchen, oder Enten und Gänse die auf den Klärteichen schwimmen und tauchen kann man gut bei der Nahrungssuche beobachten - WAS IST MIT DER WASSERGÜTE eines Klärbeckens / Schlamm ?. Nichts, es geht in erster Linie nur um die Nahrungssuche und Aufnahme, die Wassergüte bleibt außen vor.


    Ich hoffe, es ist verständlich erklärt.


    Gruß, Toni


    Geändert von Toni Pepperoni (26.11.2012 um 22:27 Uhr)

  6. #16
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Das Absitzbecken ist durch Aufschüttung eines Erddammes, der das Gelmketal abriegelt errichtet worden. Der Damm hat in der
    zweiten Ausbaustufe, die jetzt vorliegt, eine Höhe von ca. 20 m [Dammkrone + 253 m NN].

    Auf der wasserseitigen Böschung ist zur Abdichtung in seinem unteren Teil auf den Stützkörper eine 2 m starke Tonschürze eingebracht,
    die mit einer Schutzschicht aus Schlacke bedeckt ist. Im oberen Teil übernimmt eine Schicht von Bergesand die Abdichtung.

    Der Gelmkebach ist seitlich am Becken vorbeigeführt; in ihn wird auch das überfließende Klarwasser eingeleitet.

    Der gesamte Beckeninhalt beim Endausbau bis zu einer Dammhöhe von 27 m [Dammkrone +260 m NN] beträgt ca. 1,6 Mio. m³.

    Durch einen zweiten Erddamm, der weiter oberhalb im Gelmketal aufgeschüttet wurde, ist ein weiteres Becken für die Unterbringung der Berge
    aus der Aufbereitung am Bollrich geschaffen worden. des beim Endausbau ein Fassungsvermögen von ca. 1 Mio. m³ besitzen wird.
    Quelle: Erzaufbereitungsanlagen in Westdeutschland, 1955


    Die Ausbaustufen kann man vor Ort und auf Google Earth sehr gut erkennen.
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Name:	Goslar, Absitzbecken Bollrich, Google Earth.jpg 
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    Erster Ausbau 1949, die Kalksteinformation ist noch höher als der Damm, heute ist der Damm höher.
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Name:	Goslar, Ausbau Absitzbecken Bollrich, 1949.jpg 
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    Quelle: Das Erzbergwerk Rammelsberg, Preussag AG Metall, 1988



    Zustand 1984
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Name:	goslar, absitzbecken bollrich, luftaufnahme 1984.jpg 
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    Quelle: Das Erzbergwerk Rammelsberg, Preussag AG Metall, 1988
    Glück Auf!
    Andreas

  7. Danke von:

    bergland (22.10.2016),Hanno (21.05.2015),Maria (20.05.2015),Strippenzieher (25.05.2015)

  8. #17
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Ganz kurzes Video aus 2014

    Glück Auf!
    Andreas

  9. Danke von:

    bergland (22.10.2016),Harzbiker (21.05.2015),Maria (20.05.2015),Strippenzieher (25.05.2015)

  10. #18
    Schießhauer Avatar von Maria
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    Hallo Andreas,
    auf dem Luftbild von 1988 sieht man noch gut den Verlauf des alten Hellweges von Goslar zu Furt an der Oker. Heute ist er im Flugfeld nicht mehr zu sehen Auch der Gelmkegraben ist sehr gut zu sehen.
    Danke Maria

  11. Danke von:

    Andreas (20.05.2015)

  12. #19
    Schießhauer Avatar von Harzer06
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    Standard Barbara-Stollen

    Nach langen Vorarbeiten ist diesen Sommer das Mundloch des Barbara-Stollens am Bollrich erstellt worden. Leider nichts Würdevolles, sondern ein reiner Zweckbau aus Stahlbeton.

    Der Stollen wurde weitgehend in klassischer Bergbautechnik zwischen dem Rammelsberg und der Banderzaufbereitung erstellt, wobei es große Schwierigkeiten mit der Nördlichen Harzrandstörung gab. Das auf mehreren Zehnermetern verruschelte Gebirge führte u.a. zu einem Tagesbruch unweit des Hoftores der Aufbereitung. Die Verfüllmassen sind noch als pultartige Aufsattelung ein paar Meter neben der Forststraße sichtbar. Der letzte Auffahrungsabschnitt wurde daher durch Rohrvortrieb bewerkstelligt.

    Das Mundloch liegt etwa 200 m östlich und etwa zehn Höhenmeter unterhalb der Aufbereitung, und verfügt über eine Ablaufrinne aus Betonelementen zum alten Ablaufgraben Richtung Absetzbecken. Der lichte Durchmesser beträgt etwa 1,5 m.

    Am Rande des Werksgeländes entsteht eine untertägige Kläranlage, die durch Zugabe von Kalkmilch eventuelle saure Komponenten in den Grubenwässern neutralisieren und zugleich die Schwermetalllöslichkeit verringern soll.

    Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht 

Name:	Barbara-Stollen.jpg 
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    G´Auf
    Harzer06

  13. Danke von:

    Andreas (19.10.2016),Bergmönch (20.10.2016),Goslärsche (21.10.2016),Hanno (21.10.2016),Maria (20.10.2016),Speedy (20.10.2016),Strippenzieher (20.10.2016),thronerbe (20.10.2016),Toni Pepperoni (20.10.2016)

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