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Thema: Brüdernkloster der Minoriten

  1. #1
    Schießhauer Avatar von Verwaltung
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    Standard Brüdernkloster der Minoriten

    Brüdernkloster der Minoriten
    Quelle: "Die Kunstdenkmäler der Provinz Hannover, 1902"


    Das Brüdernkloster der Franziskaner lag zwischen dem Stadtgraben und der Mauer, wo der Name noch als "Hinter den Brüdern" darauf verweist.
    1569 wurde das Kloster zu einem Hospital umfunktioniert.
    Zu dem Kloster gehörte eine der Bäringer Straße zugekehrte große Kirche, die jedoch um 1814 herum wegen Baufälligkeit eingestürzt ist.
    1820 wurde beschlossen, die Reste der Kirche und das Kloster selbst abzureißen; lt. Wikipedia erfolgte der Abbruch im Jahr 1823
    Diverses Inventar wurde der Jacobikirche übergeben.
    Der Altar wurde 1815 verkauft.
    Das Hospital "Brüdernkloster" wurde mit dem Großen Heiligen Kreuz verbunden.



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    Das hervorragende Straßennamenverzeichnis der Stadt Goslar gibt weitere Infos, die ich von dort "entliehen" habe:

    "Im Zuge der Gründung einer Franziskaner-Niederlassung kam es im Jahr 1225 dazu, dass auch der Bereich zwischen der Straße Hinter den Brüdern und dem heutigen Claustorwall in die Stadtmauer integriert wurde. Kloster und Kirche wurden schließlich 1820 gänzlich abgebrochen.

    Als es in den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts zur Umgestaltung der Straße "Hinter den Brüdern" wurde bei der damaligen Grabungskampagne auch der Friedhof des Brüdernklosters gesichert. Die Bestattungen reichen bis in das 18. Jahrhundert zurück. Aus dieser Zeit ist auch überliefert, dass es sich um Hüttenleute aus dem Frankenberg-Viertel handelte, die hier ihre letzte Ruhe fanden. " (Anmerkung von Susanne-K.: ich bin mir nicht sicher, ob mit der Beschreibung "den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts" die 1980er oder die 1880er- Jahre gemeint sind, da nicht erkennbar ist, wann der Artikel geschrieben wurde, bzw. ob er von einer älteren Vorlage ggf. auch nur abgeschrieben wurde).


    Zu dem Orden selbst konnte ich folgendes recherchieren:

    Franziskaner: Bis 1517 wurden die Franziskaner (lateinisch ordo fratrum minorum „Orden der Minderbrüder“) auch als Minoriten bezeichnet // Für Franziskus war entscheidend, arm und anspruchslos zu leben. So lebte er mit seinen Brüdern und predigte dem Volk das Evangelium.
    Wikpedia-Nennung: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Kl%C3%B6stern (Stichwort: Franziskaner) // Goslar (1225–1530), Abbruch 1823 // Die Minoriten sind eine Ordensgemeinschaft der römisch-katholischen Kirche. Sie werden auch - nach der Farbe ihres Habits - „Schwarze Franziskaner“ genannt.


    Aus dem Buch "Kirchen- und Reformationsgeschichte von Norddeutschland und den Hannoverschen Staaten", Band 1, von: Johann Carl Fürchtegott Schlegel
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    Nachtrag vom 05.01.2015
    Dank Andre Immenroth und seinem Stadtplan von 1803 können wir uns jetzt auch das Brüdernkloster im Stadtplan ansehen.
    Ein paar Jahre später wurde es ja bereits abgerissen, so dass dies ein absoluter Glücksfall ist. Danke Andre!

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  2. #2
    Gedingeschlepper Avatar von Eule
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    Standard

    mit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts sind wirklich die 1980er gemeint. Ich kann mich noch dunkel an die Bauzeit erinnern. Vorallem wegen der Grabfunde stand auch einiges in der Zeitung. Etwas mehr steht im Straßennamenkatalog unter dem Stichwort Greifplatz:

    "Als Straßenbezeichnung gibt es den Namen „Greifplatz“ erst seit den 80er Jahren des letzten Jahrhunderts. Früher hieß der Straßenteil vom Platz bis zur Bäringerstraße ebenfalls Hinter den Brüdern. Der Platz als solcher wurde als Ziegenplatz schon 1321 als Platz beim Brüdernkloster erwähnt.

    Am Greifplatz befanden sich auch die Greif-Werke. Die Greif-Werke zählten zu den ältesten Unternehmen in der Stadt Goslar. Carl Bruer gründete 1902 die Deutsche Bürobedarfsgesellschaft Bruer & Co. Später wurde die Firma in Greif-Werke umbenannt. Der heutige Greifplatz an der Bäringerstraße erinnert an den ursprünglichen Standort der Firma. 1955 übernahm die Nukote–Holding die Greif-Werke, die zu einer Tochter der Pelikan Hardcopy AG mit Sitz im schweizerischen Egg geworden waren.

    Nachdem es am 17. Januar 1981 zu einem Dachstuhlbrand in den Greifwerken kam und das alte Produktionsgebäude abbrannte, kam es zur Umgestaltung des Platzes. Die noch an die Greifwerke angrenzenden Gebäude wurden von der Stadt übernommen und abgerissen, da eine Instandsetzung der einsturzgefährdeten Häuser zu teuer gekommen wäre. Die Greifwerke waren bereits mit ihrer Produktion in die Baßgeige umgezogen. 1982 kam es in Folge von Abbrucharbeiten hier zu Grabungen, bei denen man auf die südliche Mauerbegrenzung des „Brüdernklosters“ stieß, welches 1823 abgerissen worden war."

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