Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 33 von 33

Thema: Der Niedergang des Oberharzes und seine Folgen

  1. #31
    Hauer Errungenschaften:
    1000 Erfahrungspunkte1 Jahr registriertCreated Album pictures
    Avatar von Trichtex
    Registriert seit
    21.02.2016
    Ort
    Langelsheim
    Beiträge
    140
    Danke
    126
    210 Danke für 94 Beiträge erhalten

    Standard

    Moin!

    Zitat Zitat von Harzer06 Beitrag anzeigen
    Und woher kommt die Annahme, daß alles Beobachtete ja nur durch menschlichen Einflusses entstanden sein kann?
    Alles sicher nicht. Der Mensch maßte sich allerdings von je her an, andere Lebewesen in Schädlinge und Nützlinge zu unterteilen und die (vermeintlichen) Schädlinge möglichst nachhaltig auszurotten. Ich mache mich selbst auch nicht frei davon. Ich brauche keine Wölfe und auf Mücken, Zecken und Flöhe kann ich auch verzichten. Dennoch befürworte ich es, wenn die menschlichen Eingriffe behutsam stattfinden. Wo das nicht möglich ist, gilt es, abzuwägen, welches das höhere Gut ist. Es gefällt mir, dass dies inzwischen nicht mehr hauptsächlich der Profit bzw. der Benefit des Menschen ist.

    Eine verweigerte Bauartzulassung für unsinnige Fahrzeugtypen beispielsweise. Bei Plastiktüten geht es ja (also wieder beim kleinen Bürger).
    Eh' klar. Glühlampen, nicht normgerechte Bananenkrümmungen, und, und, und. Ich mag keine unsinnigen und/oder praxisfremden Reglementierungen. Ich möchte selbst bestimmen können, was gut für mich ist, was ich konsumieren darf, etc.

    Viele Grüße,

    Gunther

  2. #32
    Schießhauer Errungenschaften:
    VeteranCreated Album pictures5000 ErfahrungspunkteTagger Second Class
    Avatar von Professorexabyte
    Registriert seit
    31.03.2012
    Ort
    Marburg (Lahn)
    Alter
    30
    Beiträge
    284
    Danke
    13
    154 Danke für 91 Beiträge erhalten

    Standard

    Ich muss sagen, mich amüsiert das Thema hier ein Wenig. Aber das hat andere Gründe...
    Zurück zum Thema...

    Sehr Interessant, dass ich ausgerechnet jetzt hier in diesem Forum so ein nahezu konspiratives "Treffen" der Meinung "Der Westharz ist kaputt" vorfinde.

    Ich persönlich gebe da aber eher die Schuld nicht den Leuten, die seit den 70ern nicht mehr modernisiert haben. Eher ist die Politik den Menschen im Weg, die evtl. was Neues machen wollen. Einige Seiten weiter zurück (oder war es in einem anderen Thema) fand ich Aussagen zum Thema "der Osten hat wieder mehr Fördersummen bekommen"... Da muss ich einen massiven Einwand einbringen. Der Westen hat einfach nur keine beantragt. Das ist der feine Unterschied. Ich nehme nur mal die Diskussion um das Offizierscasino. Da wurde nicht mal versucht ein Antrag zu verfassen. Man hat schon in der Stadt gesagt, dass das nicht in Frage kommt. Es ist alles eine Formulierungssache. Ich musste mich ja jetzt wegen meiner angehenden Selbstständigkeit näher mit Buchhaltung befassen. Und was soll ich sagen: So viele Möglichkeiten und Grauzonen, die nur reine Formulierungssache sind. Und ich gehe jede Wette ein, dass solche Fördermittel, wenn sie auch auf den ersten Blick nicht auf ein Vorhaben zutreffen, sind mit etwas Geschick, richtig beantragt und ausformuliert, doch auf ein Vorhaben anzuwenden. Im Osten hat man das verstanden. Man kann immer etwas beantragen. Wenn es nichts wird, was hat man dann verloren? 200 Blatt Papier? Auch die Privatbevölkerung könnte mehr davon profitieren, wenn sie ihre Hotels wieder auffrischen wollen, wenn die Stadt die Einwohner besser über Fördermittel informieren würde.

    Die Zeiten der Sparbücher und Scheine unter dem Kopfkissen sind halt vorbei. Heute macht man sowas über Kredite, Fördermittel, und Anträge. Es ist nicht schön, ich selbst finde solch ein "nicht mit Geld rechnen, das man nicht hat" auch sinnvoller. Aber so funktioniert die Welt heute halt einfach nicht mehr. Aber das kann man vielen Oberharzer Hotelbesitzern einfach nicht mehr verkaufen. Die sind zu alt um noch umzudenken. Ein Wenig so, als würde ich meinen Großeltern noch den PC beibringen wollen.

  3. #33
    Wasserknecht Errungenschaften:
    1 Jahr registriert1000 Erfahrungspunkte
    Avatar von tigermilk
    Registriert seit
    01.10.2015
    Ort
    GS
    Alter
    35
    Beiträge
    1
    Danke
    3
    0 Danke für 0 Beiträge erhalten

    Standard

    Interessantes Thema und meiner Meinung nach ein vielschichtiges Problem.
    Ja, es wird einerseits nicht genug investiert in der Region, es ziehen immer mehr junge Menschen weg, die neuen Schwung bringen könnten, und das was da teilweise stattdessen an Gedankenschlössern und Investitionsplänen hergezaubert wird, lässt mir ehrlich gesagt die Haare zu Berge stehen. Wer braucht bitte Luxusresorts und 5-Sterne-Hotels in Orten, in denen nicht mal die 3-Sterne-Hotels vernünftig ausgelastet sind? Siehe NDR-Reportage über die geplante Nutzung der Rehberg-Klinik in St. Andreasberg.

    Was der Westharz braucht, sind vernünftige Konzepte für einen familienfreundlichen und naturnahen Tourismus, und intelligente pragmatische Leute die das ohne Größenwahnsinn ("volle 5-Sterne-Hotels") hier in der Region umsetzen können und wollen. Mehr Angebote für Mountainbiker und andere Outdooraktivivisten, mehr Familienprogramme. Ja, sowas geht auch nationalparkfreundlich. Naturschutz und Tourismus können zusammen gut laufen, das zeigen doch einige Projekte wie zb das Luchsgehege in Bad Harzburg. Dort ist übrigens immer was los.

    Das ist sowas, womit man hier punkten könnte. Familien wollen hierher kommen und Natur sehen und erleben. Und dabei nett übernachten und Essen gehen können in Lokalen, in denen nicht der Staub von vorvorgestern liegt. Viele Menschen wollen hier in der Natur aktiv sein, nicht nur im Winter.
    Niederländer sind immer noch begeistert von der Gegend, anders kann ich mir nicht erklären, dass sie teilweise straßenzugweise Häuser in den Oberharzorten aufkaufen und wieder herrichten. Find ich gut, geht nämlich gegen den Leerstand vor.

    Zum Wohnstandard der Hotels, Pensionen, etc. - da habe ich in anderen Urlaubsregionen in D und im Ausland auch überall schon ähnliches und schlimmeres geboten bekommen, insofern überrascht das nicht. Blöd ists nur, wenns wirklich gar keine Alternativen gibt.
    Und klar, das Ortsbild und die Fassaden müssen in jedem Fall stimmen, und die Angebote vor Ort müssen halt vorhanden sein - und da gibt es großen Nachholbedarf. Klar ist auch, da muss man eben was investieren, wäre vielleicht ne Alternative zur 10. Schneekanone.

    Es gibt vereinzelt ganz tolle Projekte und Unterkünfte und Angebote in den Harzorten, aber die muss man auch erstmal finden. Wie in der Reportage angesprochen halte ich das auch für ein Kommunikationsproblem zwischen den Ländern/Landkreisen. Da gibt es teilweise so viel Feindseligkeit (selbst in den Kommunen untereinander, das ist wohl die Harzer Sturheit), dabei leben wir doch alle in der gleichen Region, und man könnte an einem Strang ziehen. Der Harz hat an sich so viel zu bieten.

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  


Dieses Forum ist komplett werbefrei und wird ausschließlich privat finanziert.

Um auch in Zukunft ohne Werbebanner und nervige Pop-Ups auszukommen,

würden wir uns über eine kleine Spende sehr freuen.