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Thema: die nordstory - Der Harz - Von Talfahrten und Höhenflügen

  1. #1
    Schießhauer Avatar von bergland
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    Standard die nordstory - Der Harz - Von Talfahrten und Höhenflügen

    für alle die den Bericht auf NDR nicht gesehen haben

    http://www.ndr.de/fernsehen/sendunge...ung682364.html

  2. Danke von:

    Andreas (12.09.2017),Bergmönch (12.09.2017),märklinist (11.09.2017),Speedy (11.09.2017),Toni Pepperoni (09.09.2017)

  3. #2
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Hab die Sendung gesehen, Bilder über Braunlage waren ja schockierend, noch immer hängen Orte im Oberharz weit der heutigen Zeit hinterher, was inbesondere Immobilien betraf wo in einem Schaufenster mit dem Schriftzug Neueröffnung geworben wird, was wohl schon antiquarisch ist und immer noch gibt es Pensionen die ihre Zimmer noch Im Ambiente der frühen 70 er Jahre des letzten Jahrhunderts halten. Tatkräftig wird gebaut und getan in Bad Harzburg, den Architekten Thomas Funke muss man zum Teil bewundern, mit viel Engament und Zuversicht er die Dinge angeht, aber ansteckend scheint seine Aufbruchstimmung bei vielen anderen im Harz nicht zu sein. Vom Staat und von Gemeinden immer auf Zuschüsse zu hoffen, ich denke da kann man lange warten, da müssen Investoren her, die mal alles auf links ziehen und dem Westharz eine ordentliche Portion Flair des 21. Jahrhunderts verpassen.
    Der Herr Nüsse (Betreiber des Skiliftes) hatte gut erkannt, das es mit der Schneesicherheit selbst in den Höhenlagen des Harzes nicht mehr so gut bestellt ist (Ausnahmewinter wird es nach wie vor geben, die sind dann aber meist kurz), ansonsten muss man sich umstellen und andere interesante Angebote machen. Nur mit Wald und Wanderwegen zu werben bei schlechtem Wetter, da kommt man nicht weit, die Leute wollen was erleben und was sehen und nicht durch rauschende Harzwälder wandern wenn es witterungsmäßig ungemütlich ist. Man darf auch nicht zu zögerlich sein, sonst laufen einen andere Regionen den Rang ab. Natürlich kann man nicht Baumwipfelpfade in diversen Ausführungen anbieten, Abwechselung belebt das Geschäft z. B könnte man in einem der Harzorte wie Braunlage, Altenau o. ä.ein Fun-Schwimmbad bauen mit Riesenrutschen die es in der gesamten Region so nicht gibt, das können aber nur private Investoren leisten.

    Gruß aus BS
    der märklinist

  4. #3
    Gedingeschlepper Avatar von ottofranz
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    Hallo in die Runde,

    auch ich habe den Beitrag mit Interesse verfolgt. In dem Beitrag können natürlich nicht alle Ursachen und Gründe für den wirtschaftlichen
    Niedergang dargelegt werden. Das alte Problem der territorialen Zerrissenheit, aufgeteilt auf 3 Länder sprich 6 Landkreise, das weit verbreitete Kirchturmdenken, unnötige Rivalitäten und die Randlage zu den Zentren Braunschweig, Göttingen, Magdeburg und Erfurt
    spielen hierbei auch eine gewisse Rolle.

    In Bezug auf den ÖPNV speziell für den Tourismus ist der Harz im Vergleich mit anderen Tourismuszentren rückständig und unterentwickelt.
    Aus meinen eigenen Urlaubserfahrungen weiß ich wie es andere weitaus besser machen., z.B. mit einer Mobilcard mit der man alle Verkehrs-
    betriebe für ca. 30 € an 7 Tagen sooft benutzen kann wie man will(Bus, Bahn, teilweise Seilbahnen, freier Eintritt in Frei- u. Hallenbäder usw.) Dazu kommen Dinge wie ein guter Einzelhandelsmix, gepflegte Anlagen, öffentliche Toiletten und Abfallkörbe samt Aschenbecher hin-
    zu. Auf Straßen und Wegen liegt jedenfalls kaum Dreck und Unrat. Das nächste Problem ist der hohe Leerstand in den Orten, viele halbver-
    fallene Häuser, Straßen mit riesigen Löchern und abends sind die Orte fast menschenleer.

    Alle Probleme und Ursachen zu erörtern würde hier den Rahmen sprengen. Es wird jedenfalls noch eine Menge Zeit und Geld kosten bis unsere Heimat wieder den wirtschaftlichen Anschluss gewinnt.

    Gruß
    Ottofranz


    zu erörtern würde den Rahmen hier sprengen

  5. Danke von:

    Bergmönch (12.09.2017),Goslärsche (19.09.2017),märklinist (12.09.2017),Toni Pepperoni (11.09.2017)

  6. #4
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Die Lage in vielen Harzorten könnte man mit der Zwickmühle vergleichen, obdachlos/arbeitslos. In der Tat, was ottofranz da anspricht hat hohes Potential, wenn es nur noch wenige Menschen in einem Ort gibt und keine neuen zuziehen oder Menschen geboren werden, dann ist der Niedergang kaum aufzuhalten. Die Folge, keiner ist da um anzupacken, hinzu kommt, wo wenige Nachfrager leben wird man nicht investieren und auch keine Steuermittel werden fließen um etwas zu bewegen.

    Was bleibt ist, dann sich auf die wesentliche Orte zu beschräncken und da anpacken, damit die Menschen bleiben und sich wohl fühlen. Zusätzlich Eingriffe in die Natur, um neue Infrastruktur zu schaffen dürften im Oberharz und Hochharz schwer durch zusetzen sein, wegen dem Naturschutz, aber man muss vorhandene Infrastruktur, die noch benötigt wird in stand halten oder instand setzen. Ich kenne es aus Heidelberg, dort gibt es die Heidelberg-Card, mit dieser Karte die man erwerben kann für einen akzeptaplen Betrag, damit hat man Zugang auf den gesamten ÖPNV, einschließlich Bergbahnen, Neckarschifffahrt und Eintritt in diverse Mussen. Man füllt auf der Heidelberg-card einfach die Verweildauer aus und zahlt dem entsprechend, steigt man in ein "Öffi", zeigt man nur die Karte und gut ist. Das Problem wie angesprochen, die geographische Lage, der Harz wird von drei Bundesländern berührt und dies macht die Sache schwierig alle in einen "Topf" zu bekommen, zudem sind Gesetzesauslegungen auch noch unterschiedlich. Man könnte drei Tarifzone daraus machen, eine für Niedersachsen, eine für Sachsen-Anhalt und eine für Thüringen. Vielleicht würde es was bringen, wenn der schwächste im Glied den Anfang machen würde, geschehen ist dies bereits in Bad Harzburg oder auch am Bocksberg, aber das reicht nicht.

    Ein riesiger Fehler wurde gemacht ca. mitte der siebziger Jahre, als man die Innerstetalbahn stillgelegt hat und die Strecke von Goslar nach Altenau rückgebaut hat. Man stelle sich vor, die Srecke würde heute noch vorhanden sein und die würde mit historischen Zügen befahren, hauptsächlich an den Wochenenden und ein Regelbetrieb mit modernen Triebwagen.
    Clausthal Zellerfeld, eine Berg- und Universitätsstadt, und was bietet dieser Ort, "nichts", noch nicht mal ein Kino gibt es, kein Kaufhaus, wo man die Dinge für den täglichen Bedarf und was man sonst so braucht kaufen kann. Seitdem Harthun zugemacht hat, bleibt den Menschen ja nichts anderes übrig als nach Goslar zu fahren oder gar drüber hinaus. Sudenten haben auch Freizeit wollen was erleben und das Geld ist bei vielen Studenten nicht üppig, und welcher Student setzt sich in einen der Regionalbusse, die nicht gerade günstig sind und zudem nicht die besten Fahrzeiten und Anbindungen bieten.
    Und wenn dann die "Studentenbuden" noch richtig mit der Miete ins Geld gehen, dann wirds lausig. Natürlich regelt die Nachfrage den Preis, aber wenn die Infrastruktur und das Ambiente im Argen sind, dann muss ich als Vermieter auch mal "kleine Brötchen backen" mit der Miete. Und es gibt noch genügend Wohnungen und Häuser in der Bergstadt und in anderen Orten in der Nähe, wo es mit mit dem Zustand der Häuser oder Wohnungen nicht gut bestellt ist.

    Wie ottofranz schon erwähnt alles auf zu zählen würde den Rahmen hier sprengen.

    Gruß aus BS
    der märklinist
    Geändert von märklinist (12.09.2017 um 14:46 Uhr)

  7. #5
    Gedingeschlepper Avatar von Kyffer
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    Zitat Zitat von ottofranz Beitrag anzeigen
    zu erörtern würde den Rahmen hier sprengen
    Warum? Dafür sind Foren da. Das belebt sie. Und dieses im Besonderen, weil es sich um Goslar bzw. den Landkreis, DEINE Heimat, dreht!

    Und, um meiner infantilen Naivität ihren Tribut zu gönnen, vielleicht liest ja hier auch jemand mit, der im Landkreis was entscheiden darf und kann. Dann würde sich ja vielleicht doch was ändern.


    Ich habe es mir mit meiner Frau im Stream angesehen. Es war interessant und doch eher ungeschönt dargestellt. An den Teil vom Skiwochenende konnte ich mich gut erinnern. Auf der B4 war bis hinter bzw. vor die Abfahrt Westerode der Infarkt komplett. Da ging nichts mehr. Rettungsmittel sind Teils durch Bad Harzburg via Herzog Julius Strasse auf die B4 gefahren. Teils noch höher.Selbst der Kassenärztliche Notdienst musste sich freie Bahn schaffen, weil er sonst nicht den Oberharz besuchen konnte. Torfhaus dann das Selbe.

    Der Landkreis täte gut daran, Menschen wie Herrn Nüsse zu unterstützen. Nicht finanziell, das hat er z.B. bewiesen, dass er es allein kann. Aber ein offenes Ohr für Veränderungen haben und nicht aus Unlust Steine in den Weg schmeißen!

    Grüße


    PS: Achja, ich plädiere auch immer noch dafür, im Landkreis den Wassersport zu fördern. Es gibt hier so viele Kiesseen, die herrliches Wasser haben. Da wird doch wohl ein größeres Gewässer nicht nur für Angler verfügbar sein, oder?

  8. Danke von:

    Andreas (18.09.2017)

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