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Thema: Die Galerie

  1. #31
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Von einer "Daddelbude" halte ich persönlich überhaupt gar nichts. Man sollte dort einen Club o.ä. für Publikum ab 40 plus einrichten. Denn die Musik von damals wird nach wie vor gern gehört. Die Tür scheint unten ausgewechselt zu sein, denn als die "Galle" noch in Betrieb war, war dort eine Tür, genauso wie oben mit einer Glasscheibe drin. Vielleicht hat jemand mal Mut, geht noch mal in die "Galle" und fragt einen der Monteure, ob man dort mal ein paar Bilder machen darf. Allerdings sollte man das entsprechende Equigment zur Ausleuchtung mitbringen, damit die Bilder auch was werden, das wäre ein Superwurf, wenn das gelingen würde. Ach wie wär das wunderbar, man bekommt in der "Galle" wieder ein gepflegtes und frisch gezapftes Pils, allerdings kredenzt von anderem Personal, vielleicht kombiniert, das man dazu auch ne Currywurst-Pommes bekommen könnte. Gut, die Lautstärke der Music sollte dann schon gedämpfter laufen, man möchte sich ja auch unterhalten. Wie sagt man so schön, die Hoffnung stirbt zuletzt.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  2. Danke von:

    Gunnar (25.01.2018)

  3. #32
    Gedingeschlepper Avatar von Gunnar
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    Das wäre eine bestimmt interessante Veranstaltung. Stelle mir gerade vor, wie die Überlebenden aus beschriebenen Zeiten aus der Jetztwelt dort auftauchten. Begleitet durch ihre Pflegekräfte und Betreuer mit der Tendenz zu einer Freakshow. Das frische SCHULTHEISS Pils (es wurde immer „gepflegt“ gezapft) aus dem Henkelmann, die linke Hand korrigierend am Hörgerät, kommt wieder Leben in die angeschlagenen Körper... Let‘s Dance Vielleicht können wir aber über den Vorschlag mit der Currywurst noch einmal reden - Bei mir läuft gerade „Hey Joe“ von WILLY DeVILLE

    https://youtu.be/bhdBo_tXc54

    Ahoi und beste Grüße

    Gunnar 🎈

  4. Danke von:

    märklinist (28.01.2018)

  5. #33
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    Richard Moll - Künstlername Ricardo (!) - war u.a. Steilwandfahrer. Als älteres Semester kann ich mich daran erinnern, dass es den Spruch gab "Du bist ja so schnell wie Rennfahrer Moll". Das bekam man oft zu hören, wenn man mit einem fahrbaren Untersatz etwas zügig unterwegs war.

    Gruß vom Georgenberger

  6. Danke von:

    Bergmönch (26.01.2018),Gunnar (27.01.2018),märklinist (28.01.2018),Onkel Hotte (26.01.2018),Strippenzieher (27.01.2018)

  7. #34
    Hauer Avatar von Onkel Hotte
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    Herr Moll hatte uns damals mal alte Foto von sich gezeigt, sehr beeindruckend. Er ist auch in der Todeskugel gefahren die aus einer Art Drahtgeflecht bestand. Das beherschten damals nur wenige Fahrer, mehrere sind schwer verunglückt und auch gestorben. Mein Vater hatte mir mal erzählt das Herr Moll auch in Goslar in der Kugel gefahren ist, muss Anfang 1950 gewesen sein,ich glaube das Ding stand auf dem Schützenfest.

    m.f.G.

  8. #35
    Hauer Avatar von A.C.
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    Zurück zur Galle. Oder vielleicht einen separaten Threat mit Molls Gastronomie eröffnen?

    Ich wohnte von Ende 78 bis 82 in den Appartementwohnungen direkt über dem Rauchfang mit Blick auf die damals noch stark befahrene Petrsilienstrasse.
    Von 78 bis 80 habe ich jeweils Montags und Donnerstag von 19 bis 23 Uhr kellneriert und später auch Platten aufgelegt. Zur damaligen Zeit arbeiteten Scooter und Bertie überwiegend hinter der Ramme. Goofy kellnerierte die ganze Woche. Als DJ teilte ich (damaliger Spitzname "Pippi") mir an diesen Tagen mit Tommy das Plattenauflegen. Zu der Zeit war Black Music sehr angesagt. Diese Musik ist mir bis heute erhalten geblieben. In meinem speziellen Fall war und ist es "Funk". Zu diesem Thema könnte ich mehr erzählen. Aber das passt hier nicht hin. Später legte für einige Zeit ein Farbiger namens Lenny die Platten auf. Er wechselte dann ins Tiffany, das Klaus Moll in eine Disko umgebaut hatte.

    In der Zeit vor mir arbeitete "Popel" ebenfalls als Kellner und DJ. Er konnte tanzen wie es eigentlich nur Farbige konnten. Rotierende Drehungen um die eigene Achse, Spagat (halbwegs). Außerdem konnte er super Singen und Klavierspielen. Er war eine Ausnahmeerscheinung und für einige Zeit waren wir befreundet.

    Anekdote:
    Irgendwo stand unten ein Klavier. Eigentlich nur als Deko. Die Galle war noch leer. Es war kurz nach 19 Uhr. Popel und ich schoben das Klavier auf die Tanzfläche und er fing an u.a. Hits von Elton John, Ray Charles und Stevie Wonder zu singen. Geil.

    Immer wenn er kellnerierte, hatte er eine alte Schaffnerkasse mit Wechselgeld um die Hüften gebunden. Hatte er vom Trödelmarkt. Hatte schon was, wenn er das Wechselgeld rausdrückte.
    Ich für meinen Teil hatte oft eine Trillerpfeife um den Hals, die ich immer dann einsetzte, wenn ich in den überfüllten, engen Gängen entlang der seitlichen Theke nicht mehr durchkam. Da die Musikanlage zu bestimmten Zeiten so laut war, dass mich keiner hörte trillerte ich dann mit meiner Pfeife. Es klappte hervorragend.
    Diese Musikanlage, die mit dem Umbau in den Karibikstyle, Einzug hielt war bombastisch und eigentlich für die Größe der Galle schlicht überdimensioniert. Die Basslautsprecher die separat links und rechts am Ende der Tanzfläche standen, hätten Platz für jeweils 2 Waschmaschinen geboten. War es mal sehr laut und man stand direkt vor diesen Türmen, konnte man die Druckwelle spüren und die Gefahr von leichten Herzrythmusstörungen waren gegeben
    Es gab zu der Zeit, Besucher die nur zu einer bestimmten Zeit kamen, meist so zwischen 21 bis 23 Uhr, weil ich in der Zeit die damaligen besten tanzbaren Funkstücke spielte und sie dann entsprechend dazu abtanzen konnten. Ich war zu der Zeit sehr Musikbesessen (ich fange an zu sabbern bei Gedanken an diese Zeit) und war ständig in den beiden Plattenläden in der Fische um nach neuen Gruppen zu suchen.

    Zurück zum Plattenauflegen. Um 20 Uhr gab es unsere damalige Erkennungsmucke "Lucifer" von Alan Parsons Project. Danach ging es dann mit den bekannten Dancehits los, um erst mal die Tanzfläche zu bevölkern.
    Die erste Stunde davor liefen leiser oft Dinge vom Band oder eine ganze Seite einer LP durch. Währenddessen wurde dann an der Ramme schon mal schnell einer ausgewürfelt. Zu unserer Zeit war das häufig Chicago International. Mehrere Variationen von mehreren Würfelspielen vereint.

    Dann gab es ja noch die diversen Live-Auftritte. Mir fallen zwar nur noch wenige ein, aber die waren super. "Please". Ein mehrköpfige Covergroup von den Phillipinen. Keiner größer als Mitte 160 cm und gefühlte 60 kg leicht. Sie waren sooooooo guuut! Bodo Wedde hat sie sicher weit über 10 mal in die Galle eingeladen.
    Dann habe ich dort Edwin Star ("War") gesehen und gehört. Ebenfalls spitze.
    Mungo Jerry ebenfalls. Naja! Nicht so meins. Aber haben den Laden auch gerockt.

    So Freunde, jetzt ist erst einmal Schluß.

    Ich hoffe, dass ich weitere Mosaiksteinchen hinzufügen konnte.

    Bis bald!


    Ciao Achim

  9. #36
    Hauer Avatar von A.C.
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    Zurück zur Galle. Oder vielleicht einen separaten Threat mit Molls Gastronomie eröffnen?

    Ich wohnte von Ende 78 bis 82 in den Appartementwohnungen direkt über dem Rauchfang mit Blick auf die damals noch stark befahrene Petrsilienstrasse.
    Von 78 bis 80 habe ich jeweils Montags und Donnerstag von 19 bis 23 Uhr kellneriert und später auch Platten aufgelegt. Zur damaligen Zeit arbeiteten Scooter und Bertie überwiegend hinter der Ramme. Goofy kellnerierte die ganze Woche. Als DJ teilte ich (damaliger Spitzname "Pippi"...ich hasse ihn heute) mir an diesen Tagen mit Tommy das Plattenauflegen und bedienen hinter der Theke. Zu der Zeit war Black Music sehr angesagt. Diese Musik ist mir bis heute erhalten geblieben. In meinem speziellen Fall war und ist es "Funk". Zu diesem Thema könnte ich mehr erzählen. Aber das passt hier nicht hin.
    Später legte für einige Zeit ein Farbiger namens Lenny die Platten auf. Er wechselte dann ins Tiffany, das Klaus Moll in eine Disko umgebaut hatte.


    In der Zeit vor mir arbeitete "Popel" ebenfalls als Kellner und DJ. Er konnte tanzen wie es eigentlich nur Farbige konnten. Rotierende Drehungen um die eigene Achse, Spagat (halbwegs). Außerdem konnte er super Singen und Klavierspielen. Er war eine Ausnahmeerscheinung und für einige Zeit waren wir befreundet.

    Anekdote:
    Irgendwo stand unten ein Klavier. Eigentlich nur als Deko. Die Galle war noch leer. Es war kurz nach 19 Uhr. Popel und ich schoben das Klavier auf die Tanzfläche und er fing an u.a. Stücke von Elton John, Ray Charles und Stevie Wonder zu singen. Geil.

    Immer wenn er kellnerierte, hatte er eine alte Schaffnerkasse mit Wechselgeld um die Hüften gebunden. War schon cool, wenn er das Wechselgeld aus diesem antiquierten Teil raustickerte.
    Ich für meinen Teil hatte oft eine Trillerpfeife um den Hals, die ich immer dann einsetzte, wenn ich in den überfüllten, engen Gängen entlang der seitlichen Theke nicht mehr durchkam. Da die Musikanlage zu bestimmten Zeiten so laut war, dass mich keiner hörte trillerte ich dann mit meiner Pfeife. Es klappte hervorragend.

    Diese Musikanlage, die mit dem Umbau in den Karibikstyle, Einzug hielt war bombastisch und eigentlich für die Größe der Galle schlicht überdimensioniert. Die riesigen Bassreflexlautsprecher die separat links und rechts am Ende der Tanzfläche standen, hätten Platz für je 2 Waschmaschinen geboten. War es mal sehr laut und man stand direkt vor diesen Türmen, konnte man die Druckwelle spüren. Herzschrittmachergefahr!!!
    Es gab zu der Zeit, Besucher die nur zu einer bestimmten Zeit kamen, meist so zwischen 21 bis 23 Uhr, weil ich in der Zeit die damaligen besten oder neuesten tanzbaren Funkstücke spielte und sie dann entsprechend dazu abzappeln konnten. Ich war zu der Zeit sehr Musikbesessen (ich fange an zu sabbern bei Gedanken an diese Zeit) und war ständig in den beiden Plattenläden in der Fische um nach neuen Gruppen oder Liedern zu suchen.

    Zurück zum Plattenauflegen. Um 20 Uhr gab es unser damaliges Openingstück "Lucifer" von Alan Parsons Project. Die erste Stunde davor liefen oft Dinge vom Band oder eine ganze Seite einer LP durch. Währenddessen wurde dann an der Ramme schon mal schnell einer ausgewürfelt. Zu unserer Zeit war das häufig Chicago International. Mehrere Variationen von mehreren Würfelspielen vereint.

    Dann gab es noch diverse Live-Auftritte. Mir fallen zwar nur noch wenige ein, aber die waren super. "Please". Ein mehrköpfige Covergroup von den Phillipinen. Keiner größer als Mitte 160 cm und gefühlte 60 kg leicht. Sie waren sooooooo guuut! Bodo Wedde hat sie sicher weit über 10 mal in die Galle eingeladen.
    Dann habe ich dort Edwin Star ("War") gesehen und gehört. Ebenfalls spitze.
    Mungo Jerry ebenfalls. Naja! Nicht so meins. Aber haben den Laden auch gerockt.

    So Freunde, jetzt ist erst einmal Schluß.

    Ich hoffe, dass ich weitere Mosaiksteinchen hinzufügen konnte.

    Bis bald!
    Geändert von A.C. (28.01.2018 um 14:56 Uhr)


    Ciao Achim

  10. Danke von:

    Gunnar (28.01.2018),Hobo (28.01.2018),islandjumper (24.06.2018),märklinist (28.01.2018),Speedy (29.01.2018),Strippenzieher (28.01.2018)

  11. #37
    Gedingeschlepper Avatar von Gunnar
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    Back to the roots. Ich kann mich zur Galle eben nur von Sept. 73 bis März 74 mit Erlebnissen beteiligen. Es war ja der gleiche Dunstkreis in dem mann/frau sich bewegte. Galle, Persy’s Pub, Geo Bar etc. Aber durch Deinen Bomben(!!!) Insider-Beitrag kommt auch wieder Rotation in diesen Thread (und wenn es keine Drohung mit Betrieben von Klaus Moll gewesen sein sollte - sowieso nicht). Leider habe ich keine Bilder aus der damaligen Zeit. Wobei es wohl auch bezügl. des Datenschutzes nicht ungepixelt gepostet werden sollte. Keine Ahnung... Vielleicht die Leinen etwas lockerer lassen. An ein Klavier kann ich mich auch noch erinnern. Aber ich bin der typische Zeuge, der ein rotes Auto gesehen hatte, obwohl... Na ja. . Ich bin mir nicht sicher, aber das Klavier stand in der „Lounge“ zwischen Treppe unten und Galle Gäste-Eingang. Stand da nicht auch der Zigaretten-Automat? Georgie konnte m.E. auch in die Tasten greifen - wenn die Muse denn spontan küsste. Momentan kommt mir beim Würfelspiel die Blanken Sieben in den Sinn. Jedenfalls, wie Du schriebst, eine Kombi aus so ziemlich allen Spielarten, die so geläufig sind. Mich wundert nur, dass es bei dieser eigentlich chaotisch scheinenden Variante so gut wie nie Streit gab. Aber Streit war ja eh nicht angesagt. Was für die Galle spricht - und deren Gäste.

    Zu Deiner Zeit hattest Du ja wirklich eine prädestinierte Wohnungssituation - für manchen wären es wohl paradisische Zustände gewesen. Zu den allgemeinen Wohnverhältnissen wäre so viel zu plaudern, aber das muß jeder entscheiden, wenn er denn hier seinen „Schluck aus der Pulle“ öffentlich machen möchte.

    Eine Computer-Affinität muß wohl vorhanden sein, wenn ich an meine Generation denke, um sich hier auszulassen. Georgie und Klaus seien schon mal von hier und mir gegrüßt...

    Ahoi Gunnar 🎈

  12. Danke von:

    A.C. (28.01.2018)

  13. #38
    Gedingeschlepper Avatar von Gunnar
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    Du erwähntest die Live-Auftritte von Edwin Starr und Mungo Jerry. Achim hatte ja in den späten 1970ern in Hildesheim das „Old Inn“ als Diskothek eröffnet. Für 3 Monate hatte ich dort als Vertretung einen der Tresen (gepachtet ). Ich erinnere mich auch an diese Auftritte. So konnte man die Kosten erträglich halten. Edwin Starr rockte richtig mit „War“ ab. Der Stern von Mungo Jerry erblaßte schon, was die Truppe aber nicht daran hinderte, um Stunden zu spät zu kommen. Sie kamen - beim ersten Titel holte sich der Leadsänger angeblich einen Stromschlag am Mikro... Divas halt - gröl!

    GEBRÜDER BLATTSCHUSS kamen dann doch sicherlich auch in die Galle, gell? Ich möchte wetten, dass er drauf und dran war, OTTO zu engagieren. Da ging Georgie voll drau ab...

    Beste Grüße
    Gunnar 🎈

  14. Danke von:

    Hobo (28.01.2018)

  15. #39
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Schade, ich wurde erst ab Herbst 1979 zum Stammgast in der Galle und kenne die Galle nur mit der Einrichtung im Karibikflair. die Idee fand ich außerordentlich gut, das war wirklich mal was ganzes thematisch gesehen zur Einrichtung. Ja, natürlich die Boxen waren der reine Wahnsinn für den dann doch relativ kleinen Raum. Boxen konnten damals nicht groß genug sein, meine privaten waren im Selbstbau entstanden, satte 180 cm hoch, bombenschwer, leider musste ich die Dinger verkaufen, als ich mit meiner damaligen Freundin zusammen gezogen war. Nur mal am Rande, heute würden Boxen kalibriert, also genau auf den Raum abgestimmt, damit die auch wirklich ein gutes Klangbild bringen. Natürlich waren die Galleboxen um einiges noch leistungsstärker, wozu natürlich auch der entsprechende Verstärker gehört. Zum Glück hatte es meines Wissens in der Galle nie einen Blackout gegeben, aber der Stromzähler dürfte heiß gelaufen sein, wenn da alles in Betrieb ging. Die Bässe waren so massiv, das die durch Mark und Bein gingen und wenn du ein Bierglas auf der großen schwarzen Box abgestellt hattest, das wurde von den kraftvollen Bässen regelrecht langsam aber stetig Richtung "Abgrund" verschoben, also schön den Humpen immer im Auge behalten. Da A.C. über dem Rauchfang wohnte würde mich interessieren, ob man in seiner Wohnung die Lautstärke aus der Galle wahrnehmen konnte. Beton ist eigenlich ein guter Schallwellenleiter.
    Goffy konnte man hin und wieder auf die Palme bringen, wenn der Laden richtig voll war und man hat im Gang gestanden, wo die Ramme war, da konnte er wirklich fuchsig werden. Streit oder gar an eine Schlägerei in der Galle kann ich mich nicht erinnern. Selbst mit einem paar Pils zu viel wurde niemand wirklich ausfallend - sio was findet man heute nicht mehr - die Jugend ist völlig respektlos geworden.
    Im Seitengang unten stand ein großer Zigarettenautomat und ein Flipper, links auf der anderen Seite waren die Toiletten und ich denke auch 2 Spielautomaten.
    Einige vom Personal, die damals zwischen 79 und 82 in der Galle waren, habe ich 1999 bei einer Umschulung wieder getroffen, Sch... die Namen fallen mir im Moment nicht ein.
    Ja, so ein Oldietreff, das wäre was, doch die Wahrscheinlichkeit das der ein oder andere bereits an Altersdemenz erkrankt ist ist nicht unwahrscheinlich, mancher hat schon künstliche Zähne oder ein künstliches Hüftgelenk o.ä. (ist zur Unterhaltung gemmeint, bitte nicht falsch verstehen). Ob Goffy immer noch seine "Tüten" raucht und grüne Raumschiffe sieht?
    Ich kann mich auch an den ein oder anderen "Maskenball" zur Karnevalszeit in der Galle erinnern, immerhin Rosenmontag ist kein Feiertag uund der folgende Tag auch nicht, wer saufen konnte, der konnte am anderen Tag auch arbeiten.

    So nun schöne Grüße aus BS
    der märklinist

  16. Danke von:

    A.C. (28.01.2018),Gunnar (05.02.2018)

  17. #40
    Hauer Avatar von A.C.
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    Zitat Zitat von Gunnar Beitrag anzeigen
    Zu Deiner Zeit hattest Du ja wirklich eine prädestinierte Wohnungssituation - für manchen wären es wohl paradisische Zustände gewesen. Zu den allgemeinen Wohnverhältnissen wäre so viel zu plaudern, aber das muß jeder entscheiden, wenn er denn hier seinen „Schluck aus der Pulle“ öffentlich machen möchte.
    Jepp! Und dann waren in den Appartements neben und unter mir auch noch kleine Büroräume der Polizei.
    Sicher wie in Abrahams Schoß. Mein Auto (klappriger BMW 2002 in Mausgrau) stand immer hinten auf dem Hof.

    Apropos! Da der rückwärtige Parplatz abends natürlich häufig zugeparkt wurde, von Parkgenies die es damals natürlich auch schon gab, mußten wir des öfteren Durchsagen machen wie "...das Fahrzeug mit dem Kennzeichen soundso wurde soeben abgeschleppt. Morgen abzuholen bei Willi Freund". Oder auch "...Blechschaden beim Rangieren auf dem Parkplatz, weil der Fahrer des Kfz mit Nummer soundso im Wege stand". Es wurde häufig relativ prompt reagiert. Zu schön!

    @Gunnar: Du erwähntest unter anderem aus deiner Zeit Leute wie Gunther W., Wolli der später ja auch noch einige Jahre in der Quetsche an der hinteren Theke arbeitete. Gab es nicht auch noch einen Johann? Oder auch Madow? Was war eigentlich mit Tutte? War der nicht auch mal in der Galle tätig?

    @mäklinist: Mit der Lautstärke war es natürlich ein Problem, zumal ein Lüftungsschacht vom Keller bis zum Dachboden hochging. Die Hubschrauberlandung von Pink Floyd's "The Wall" fand dann zum Teil in meinem Zimmer statt.


    Ciao Achim

  18. Danke von:

    Gunnar (05.02.2018)

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