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Thema: Postkarte Innerstetalbahn

  1. #1
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    Standard Postkarte Innerstetalbahn

    Habe noch daheim ein paar alte Postkarten. Eine besonders schöne, ja schon fast eine prachtvolle Aufnahme vom Harzfotograf Rudi Barke aus Clausthal-Zellerfeld zeigt eine 86er im Winter bei der Überquerung des Hellertalviadukt zwischen Clausthal und Altenau.
    Rudi Barke hatte in den 70er und 80er Jahren einen eigenen Postkartenverlag und seine eigenen schönen Fotos damit selbst vermarktet.

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Name:	Clausthal-Zellerfeld_Hellertalviadukt.86107.JPG 
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ID:	17425

    Im Jahre 1929 war einer der 3 Hellertalviadukte schon einmal ein Motiv für den Fotografen der Reichsbahndirektion Hannover, der die damals neu nach Goslar stationierten Dampfloks der Baureihe 64 ablichtete.

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Name:	Goslar-Altenau-1929.jpg 
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ID:	17426

    Hier eine Postkarten aus dem Anfangsjahren (1914) des Streckenabschnites Clausthal-Altenau. Auf der Brücke steht eine Haggans T13, eine Dampflok mit 4 Treibrädern und Gelenkhebeltribwerk, eine Maschine die als besonders kurvengängig beschrieben wird.

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Name:	Hellertalviad.HaggansT13.jpg 
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    Hier noch 2 weitere Aufnahmen aus der Betriebszeit der Innerstetalbahn. Zu beachten sind die kurzen Langenschwalbacher Personenwagen, 4-achsig mit Drehgestellen ausgerüstet liefen diese durch engste Kurven, also ideal für die Innerstetalbahn. Dieser Wagentyp war bis in die 50er Jahre bis zur Ablösung durch die Schienenbusse im Oberharz anzutreffen.

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Name:	Hellertalviad.BR93.jpg 
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Name:	Hellertalviad.BR64.jpg 
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    Geändert von glatzemann (16.06.2018 um 08:41 Uhr)

  2. Danke von:

    Andreas (18.06.2018),Bergmönch (17.06.2018),Hanno (16.06.2018),Harzer06 (17.06.2018),Hobo (16.06.2018),Maria (17.06.2018),märklinist (17.06.2018),Speedy (17.06.2018),Strippenzieher (16.06.2018),zeitzeugin (22.06.2018)

  3. #2
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    Hallo die Runde,
    nach wie vor, halte ich es für einen sehr schwerwiegenden Fehler, das die ehemalige Deutsche Bundesbahn die Strecke aufgegeben hat und das sie komplett rückgebaut wurde. Gäbe es diese Bahnstrtecke noch, dann hätte man ein zusätzliches Touristenpotential, was mit der historschen Bahn durch den westlichen Harzteil fahren würde. Und man hätte diese Strecke sogar noch ausbauen können nach der Wiederveinigung, so das man einen Umsteigebahnhof zur Brockenbahn gehabt hätte.

    In diesem Sinn
    der märklinist

  4. #3
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    Avatar von Volker
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    Hallo märklinist!
    Eine faszinierende Idee! Das wäre für die Bundesbahn jedoch eine lange Durststrecke geworden bis zur Wiedervereinigung 1990. Die Bahn wurde zuletzt ja kaum noch genutzt. Das bestätigte uns auf der letzten Fahrt nach Altenau der Zugführer, dem wir bei dieser Gelegenheit "über die Schulter schauen" durften. Außerdem konnte damals ja noch keiner die Wiedervereinigung erahnen. Ich habe auch irgendwo gelesen, daß die Bahn an der "Ewigkeitsschneise" einen erheblichen Pflegeaufwand treiben mußte, da das Gleisbett dort im Nassen lag. Aus heutiger Sicht ist es jedoch eine gute Idee, wir werden aber die Wiederinbetriebnahme nicht erleben.
    Was im Gespräch war, das ist die Wiederanbindung Braunlages an die Harzquerbahn. Da wird vermutlich auch nichts draus. Es würde dem Ort Braunlage aber sehr helfen, was den Fremdenverkehr angeht. Aber wer will das Risiko tragen? Volker

  5. #4
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    Avatar von Günther und Helga
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    Kurz nachdem die Strecke der Innerstetalbahn stillgelegt wurde, kam ich an einem späten Samstag Nachmittag mal mit einem Freund (leider schon verstorben) aus Richtung Wildemann das Innerstetal runtergefahren. Und da, wo dicht rechts der Straße die Bahnstrecke verlief fuhr gerade eine Diesellock mit mehreren Loren, auf denen Schwellen geladen waren in Richtung Lautenthal. Zudem saßen auch eine ganze Anzahl Arbeiter auf den Wagen. Und hinten am letzten Wagen waren mehrere Schienen angekettet und worden so mitgezogen - Und so ging es bis auf das Bahngelände von Lautenthal. Auf diese Weise wurde still und heimlich die Strecke abgebaut. Waren die Gleise erstmal weg, war eine Neuinbetriebnahme praktisch nicht so einfach möglich weil niemand dann den Neubeginn hätte finanzieren können. Wäre die Strecke noch da gewesen, wäre ein neuer Betrieb mit vertretbaren Mitteln möglich gewesen. Und wenn dann ein Betrieb für den Tourismus auf der Strecke angelaufen und finanziell vertretbar geworden wäre, hätten die Argumente der Bundesbahn, nicht rentael etc. ihren Gehalt verloren. Deswegen mußten die Gleise schnell und leise verschwinden.

  6. #5
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    Avatar von Volker
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    Hallo Günther und Helga!
    Ich will noch einige Geschichten zum Gleisrückbau der Innerstetalbahn beitragen. Die Gleise sind nach der Stillegung keineswegs schnell abgebaut worden. Den genauen Zeitpunkt des Abbaus kann ich natürlich nicht nennen, aber die haben nach der Stillegung, gefühlt, noch eine ganze Zeit gelegen.
    Ich war damals öfter zu Gast im Ambihaus (Schaumburg) bei den dortigen Studenten zum "Schrotten". Wir veranstalteten auf den Gleisen Rennen zwischen 2 Traktoren, einem Hanomag und einem Lanz Alldog. Sieger war meist der Lanz. (Einige Leute werden sich erinnern, wenn sie dieses lesen.)
    Außerdem kam öfter ein in Wildemann gut bekannter Typ mit seiner 500er KTM Crossmaschine angehoppelt und legte beim Ambihaus eine Rast ein.
    Hätte man die Gleise nicht entfernt, dann hätte man auch nicht den Sprengstoff gefunden, der unter der Brücke unterhalb vom Ambihaus vergraben war. Den hatte wohl die Wehrmacht kurz vor Kriegsende dort deponiert und dann zum Glück versäumt, die Brücke zu sprengen. Das ging damals groß durch die Presse. Da sind 30 Jahre lang die Züge drübergefahren, ohne daß jemand etwas davon geahnt hat.
    Ich will keineswegs der damaligen Abrisspolitik der Bahn das Wort reden, es wurden in dieser Zeit viele Nebenstrecken stillgelegt, aus heutiger Sicht erscheint vieles unverständlich. Aber die Kosten wären doch enorm gewesen. Wer hätte denn garantieren können, daß sich die Strecke 20 oder 30 Jahre später rentiert hätte?
    Viele Grüße nach Hornburg Volker

  7. #6
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    Avatar von Günther und Helga
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    Ja, es gäbe viele Wenn und Aber - aber es ist nun mal so geworden. Hätte man die Gleise liegen lassen, dann konnte man jederzeit Schwellen und Schienen auswechseln. Sind die aber erstmal verschwunden, muß eine komplette neue Nivelierung durchgeführt werden und das geht dann mächtig in Geld. Ja, der Typ mit seiner KTM, das waren die beiden Brüder, die Eingangs Wildemann die Tankstelle und Werkstatt hatten - und der Sprengstoff - soviel mir noch bekannt ist, war da kein Zünder vorhanden - hätte also nie explodieren können - höchstens bei einem Waldbrand - und der hätte aber auch durch Glut von einer Lok direkt am Gleis ausgelöst werden können. Ehe die Strecke abgebaut wurde, gab es Pläne, zwischen Lautenthal und Wildemann einen kleinen Bahnverkehr laufen zu lassen, wo bei die Besucher der Bergwerke eine Verbindung zwischen den Bergwerken sowohl unterirdisch (in den Berwerkwerkgängen) und oberirdisch über die Bahnstrecke gehabt hätten. Auch der Typ, der damals in Hütschental angesiedelt war - (war das nicht ein Filmproduzent oder so aus Hannover) wollte die Strecke wieder aktivieren, aber dann hat die BuBa kurzerhand (gab wohl noch keine generelle Genehmiging dazu) abgebaut.

  8. #7
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    Moin,

    der reguläre Betrieb auf der Strecke endete m.W. mit dem Ende des Winterfahrplans am 29. Mai 1976. Einzelne Sonderfahrten fanden bis zum Herbst 1977 statt. Dann muß die Demontage aber recht bald begonnen haben, denn im Herbst 1979 überfuhr eine Diesellok das Ende des bereits teilweise entfernten Schienenstrangs und landete im Schotterbett.

    Den entscheidenden Schlag dürfte die Linie mit der Stilllegung der Hüttenwerke in Clausthal und Lautenthal erlitten haben. Die reichlichen (und nach heutigen Maßstäben wenig sinnvollen) Frachten zwischen den beiden Werken sicherten der Bahn eine solide Grundauslastung.

    G´Auf
    Harzer06

  9. #8
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    Na, war das vielleicht die Lok, die zum Abbauen eingesetzt wurde?

  10. #9
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    Grüß Gott
    in untenstehenden Links sind Bilder der entgleisten Lok zu sehen.

    https://www.drehscheibe-online.de/fo...370401,8371627
    https://www.drehscheibe-online.de/fo...hp?017,8377620

  11. Danke von:

    Günther und Helga (26.06.2018),Harzer06 (26.06.2018)

  12. #10
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    Moin!

    Zitat Zitat von Günther und Helga Beitrag anzeigen
    Ja, es gäbe viele Wenn und Aber - aber es ist nun mal so geworden.
    ...was uns u. a. den Innerstetal-Radweg beschert hat. Es ist auch nicht alles verschwunden. Wer mal von Langelsheim nach Lautenthal radelt, kann noch viele Spuren der ehemaligen Bahntrasse sehen. Und so erschließt sich z. B. auch der Sinn der malerischen Fußgängerbrücke an der gegenüberliegenden Straßenseite des Innerste-Staudammes:



    Ich habe in meiner Kindheit noch Dampfloks an der Innerste fahren sehen, wenn wir dort einen der, damals von mir als furchtbar langweilig empfundenen, Sonntagsspaziergänge machten. Viele waren es aber schon damals nicht.

    Viele Grüße,

    Gunther

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