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Thema: Grube Großfürstin Alexandra

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Reden Grube Großfürstin Alexandra


    Die Grube Großfürstin Alexandra, die auf dem Schleifsteintaler Gangzug im oberen Gosetal baute, ist für eine Nickelvererzung bekannt geworden. Die Grube bekam ihren Namen im Jahre 1864, der Abbau endete 1907. Der Silberbergbau am Schleifsteinberg fand schon im 16. Jahrhundert statt.


    Mehr Infos findet man darüber kaum, ist wohl schon zu lange her.
    Glück Auf!
    Andreas

  2. Danke von:

    zeitzeuge (27.01.2014)

  3. #2
    Gezäheschlepper Avatar von joachim-fricke
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    Hallo Andreas,

    ich habe einige Informationen über diese Grube und werde mittelfristig einen Beitrag für meine Homepage erstellen. Vorab hier schon mal das schönste Stück zu dieser Grube für die Forumsfreunde. Eine Bildpostkarte von Dr. Friedrich Behme an seine Schwester Theda Behme aus dem Jahr 1895. Dr. Behme ( 1870-1958 ) war auch der Fotograf des Bergwerks. Er ist Verfasser zahlreicher geologischer Bände über den Harz, die um die Jahrhundertwende erschienen. Im Band über Goslar finden sich auch einige Informationen zur Grube "Großfürstin Alexandra".

    Viele Grüße

    Joachim


  4. Danke von:

    Bergmönch (12.02.2014),Eule (23.10.2013),Günther und Helga (23.10.2013),Maria (26.01.2014),thronerbe (10.09.2015),uwe unten (24.10.2013),zeitzeuge (27.01.2014)

  5. #3
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Guten Morgen Joachim,

    erstmal für deinen Beitrag - dann auch noch mit einem Bild.
    Bisher konnte sich ja niemand mehr vorstellen, wie das da oben mal ausgesehen haben mag.
    Anfang der 1990er Jahre war ich mal da oben, das einzige was ich vorfand war ein Tagesbruch in dem unten eine Strecke abging.
    Literatur über die Großfürstin zu finden ist aber auch mehr als schwierig.
    Glück Auf!
    Andreas

  6. #4
    Administrator Obersteiger Avatar von Andreas
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    Hier die Koordinaten für Google Earth
    Einen Geo Cache soll es da auch geben:

    N 51° 52.316 E 010° 24.009
    Glück Auf!
    Andreas

  7. Danke von:

    zeitzeuge (27.01.2014)

  8. #5
    Gezäheschlepper Avatar von joachim-fricke
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    Standard Weitere Informationen zur Grube "Großfürstin Alexandra"

    Hallo Andreas,

    nach meinen Informationen gehen die ältesten Erwähnungen des Bergbaus im Großen Schleifsteintal auf das 16. Jahrhundert zurück. Seinerzeit wurde eine Grube "Abraham" erwähnt. Sicherer sind jedoch die Hinweise auf eine Grube "St. Anna", die 1674 bis 1683 in Betrieb war. Die nächste Betriebsperiode dauerte von 1748 bis 1778 unter dem Grubennamen "Carls Gnade". 1865 übernahm der Bergwerksdirektor Castendyck die Grube und gab ihr den Namen "Großfürstin Alexandra". Bis zur Stillegung 1907 wechselte sie noch mehrfach den Besitzer.

    Gewonnen wurde Bleiglanz, Kupferkies, nickelhaltiger Arsenkies und Zinkblende.

    Besonders bekannt wurde die Grube durch den 1893 entdeckten Nickelerzgang. Vor einiger Zeit gelang es mir, ein Stück Gerstorffit zu erwerben, welches von der Halde der Grube stammt.



    1898 wurde von dem neuen Schacht aus ein 567m langer Wasserlösungsstollen vorgetrieben, der noch heute der Stadt Goslar als Notwasserversorgung dient. Bei einer Begehung des Tales findet man das Mundloch am Taleingang nahe der Gose.



    Beim Aufstieg zum Grubengelände sieht man zuerst die Halde des Berwerks.



    Auf einem Plateau oberhalb des Talwegs findet sich dann auch der eingezäunte Schachtdeckel des 1898 abgetäuften "Neuen Schachtes", der auch auf der Postkarte von Friedrich Behme zu sehen ist.



    Nahe dabei findet sich auch der eingezäunte und verbrochene Kunstschacht der Grube.

    Mysteriös ist eine Art Abzugsstollen, der nahe dem "Neuen Schacht" beginnt und im Bereich auf der Halde endet.



    Hier auf dem Scheitel der Halde, von dem aus das taube Material abgekippt wurde.



    Viele Grüße

    Joachim

    http://www.technikmuseum-online.de
    Geändert von joachim-fricke (27.02.2010 um 19:28 Uhr)

  9. Danke von:

    Andreas (05.10.2014),Bergmönch (12.02.2014),Eule (26.01.2014),Günther und Helga (23.10.2013),Harzer06 (16.04.2013),thronerbe (10.09.2015),uwe unten (24.10.2013),zeitzeuge (27.01.2014),zeitzeugin (26.01.2014)

  10. #6
    Schießhauer Avatar von Anke
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    Hallo Joachim !

    Vielen Dank für Deinen tollen Beitrag !
    Die Fotos sind auch super schön !
    und ich hoffe wir werden noch viel von Dir
    lesen uns sehen !!

  11. #7
    Hauer Avatar von ManicMiner
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    Wollte man da vor einigen Jahren nicht mal wieder ran, bohren oder fördern?
    Es gab doch auch mal Überlegungen alte Halden im Harz nochmal zu verhütten.

    MfG

  12. #8
    Hauer Avatar von Frank
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    1898 wurde von dem neuen Schacht aus ein 567m langer Wasserlösungsstollen vorgetrieben, der noch heute der Stadt Goslar als Notwasserversorgung dient. Bei einer Begehung des Tales findet man das Mundloch am Taleingang nahe der Gose.
    Laut Herrn Moll, Stadt Goslar, wird die Stadt Goslar auch von hier mit Wasser versorgt. Es ist wohl eine der ca. 200 "Quellen" die die Stadt versorgen.
    Glück auf!

    Frank

  13. #9
    Super-Moderator Fahrsteiger Avatar von Harzbiker
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    Habe mich heute auch mal auf den Weg zur Grube gemacht und unter anderem den dort befindlichen Cache gehoben.

    Der Weg dorthin liegt unweit von unserer Goseroute.









    Gruß Thorsten

  14. Danke von:

    zeitzeuge (27.01.2014)

  15. #10
    Schießhauer Avatar von Speedy
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    Wenn der Weg in der Nähe ist, wäre doch ein Abstecher zu überlegen.
    Gruß
    Uwe

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