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Piefke
30.07.2011, 14:17
Meine Kindheit verbrachte ich von 1945 bis 1960 in Unteroker. Wir wohnten gegenüber der Fa. Borchers in den Baracken Am Sudmerberg.
In den 50er Jahren lud die Fa. Borchers seine Mitarbeiter einschließlich Familienangehörigen zu einer jährlichen Weihnachtsfeier ein, die im Schützenhaus am Osterfeld in Goslar stattfand.
Wir Kinder bekamen Kuchen und Kakao und zum Mitnehmen eine große Papiertüte mit Süssigkeiten.
Auf dem Foto Kinder der Familien Helbich, Friedrich, Herrmanns und Artelt.

Wer erinnert sich ebenfalls an diese Weihnachtsfeiern oder kann Jugenderinnerungen an die Fa. Borchers und den Sudmerberg beitragen?

Triple
05.08.2011, 23:00
Ich bin die Generation "danach" - als ein "Starck-Kind" - ich kenne diese Feiern noch aus dem Schützenhaus Oker bzw. aus dem "Lindenhof"-Festsaal.

Leider ist von dieser tollen Tradition nichts erhalten geblieben, schade eigentlich!
Erst ist die Feier gestrichen worden, dann ein paar Jahre später sind auch die Süssigkeitentüten nicht mehr weiter geführt.

Jetzt gibt es für die Kidds "nur" noch (anstelle der Weihnachtsfeier) das Kindersommerfest.

Meine Kindheit greift da nicht ganz so weit nach hinten, ich finde es aber sehr toll, das dieses Foto hier erscheint! Hätte nicht gedacht, das es diese Feier schon so lange gibt/gab!

Speedy
07.09.2011, 12:17
Genau solche Fotos müssen bei meinen Eltern auch noch rumliegen. An diese Weihnachtsfeiern (in Oker) kann ich mich auch noch erinnern. Wir müssen dort Ende der 60er Anfang der 70er gewesen sein.
Hingebracht und abgeholt wurden wir immer mit Stadtbussen.
Kinder die auf der Bühne ein Gedicht aufsagen konnten bekamen noch was Süßes extra.
Als die Feiern dann eingestellt wurden, waren wir als Kinder auch schon zu groß.

Verwaltung
08.01.2012, 11:18
Um die Jahrhundertwende zum 20. JH war die Chemische Fabrik Borchers noch in der Innenstadt ansässig und zwar in den Gebäuden des heutigen Museums (entlang des schmalen Weges vom heutigen Museumseingang zum früheren Museumseingang) bis hin zum Gelände der heutigen Goetheschule.


Quelle: http://www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/43


Umweltprobleme in der Kriegsproduktion
Die Firma Borchers war von ihrem Werksgelände in der Glockengießerstraße (heutiger Standort der Goetheschule) erst 1924 an ihren heutigen, schon um die Jahrhundertwende als Dependance begründeten Standort nach Oker umgezogen, weil sie in der Innenstadt Goslars aus Umweltschutzgründen keine Baugenehmigung mehr erhielt.
Bald kam es auch am Standort Oker zu ersten Protesten und Beschwerden der Anwohner.
Unter dem 2.8.1924 beschwert sich der Gaststättenbesitzer August Komoll, Goslarsche Str. 70, bei der Kreisdirektion Wolfenbüttel, dass die seinem Hause unmittelbar gegenüberliegende Chemische Fabrik Borchers immer stärkere Umweltauswirkungen habe. Der seinem Grundstück vorgelagerte Abfallberg verseuche das Trinkwasser der Anlieger; das Kochen und Spülen sei mit diesem Wasser nicht mehr möglich.
Am 7.8.1925 meldeten die Feldgeschworenen der Gemeindeverwaltung Oker, dass in Gärten von Anwohnern Obst und Gemüse im Wert von 180,- RM durch „Abdämpfe der Chemischen Fabrik Gebr. Borchers“ geschädigt worden wären.
Dies war der Beginn einer langen Geschichte der Auseinandersetzungen zwischen Anwohnern, Arbeitenden und der Firma Borchers um die umwelt- und gesundheitsschädlichen Folgen der Produktion.
Ein eindrucksvolles Dokument über die Umweltauswirkungen des Betriebes liefert die Niederschrift einer Verhandlung der Fabrik mit den angeblich geschädigten Anliegern, die am 22.10.1926 im Bahnhofshotel Oker stattfand.
Der 1926 gegründete Heimatschutzverein Oker e.V. hatte als vordringliches Ziel, die durch die Chemiebetriebe am Ort entstehenden Umweltbelastungen einzudämmen. Sogar in Zeiten der NS-Diktatur war der Verein rege und aktiv. Er hatte auch allen Grund dazu. Borchers/Starck expandierten als Teil des Ofensauenkonsortiums nach 1935 kräftig; die Belegschaft wurde 1936 verdreifacht. .....
BROCKHAUS et al. (1981) berichten von massiven Beschwerden der Anwohner des Werksgeländes in den dreißiger Jahren: "Ein Öffnen der Fenster ist ... überhaupt nicht möglich, aber der beizende Geruch dringt auch durch Tür- und Fensterritzen hindurch. Von den Ärzten in Oker wurde mitgeteilt, daß besonders im letzten Jahr ein gehäuftes Auftreten von Erkrankungen der Haut und der Schleimhäute beobachtet wurde ... Schlecht heilende Hautausschläge, lang dauernde Katarrhe der Luftwege sind an der Tagesordnung. Es ist ärztlicherseits auch weiterhin festgestellt worden, daß die Kinder in diesem Ortsteil nicht recht gedeihen. Sie sehen blaß aus und bleiben körperlich zurück, leiden an Blutarmut und Appetitlosigkeit."
..... wenn dies aus wirtschaftlichen oder technischen Gründen nicht möglich ist, müssen die 200 Familien aus diesem Ortsteil entfernt werden. Der Ortsteil ist in diesem Fall zu entvölkern; werden derartige Maßnahmen nicht in allerkürzester Zeit ergriffen, bin ich der Überzeugung, daß die in Frage kommenden Familien in gesundheitlicher Hinsicht zugrunde gerichtet werden." ....
Wie die Arbeitsbedingungen im Betrieb gewesen sind, erschließt sich nur aus den Klagen und Protesten der Anwohner und den Gutachten amtlicher Stellen; betriebsinterne Dokumente hat die Firma bislang nicht zur Verfügung gestellt.
Im Frühjahr 1939 hatte die Preußische Landesanstalt für Wasser-, Boden- und Lufthygiene nach Beschwerden von Bewohnern ein Umweltgutachten erstellt, das der Goslarer Stadtbaurat Karl Schneider in einem Vermerk vom 17.5.1939 wie folgt zusammenfasste: "Nach dem Gutachten ... über die von der Chem. Fabrik Gebr. Borchers A.G. in Oker ausgehenden Abgaseinwirkungen sind für Klagen über Nachbarbelästigungen von allen Teilbetrieben lediglich die Anlage für Wolframsäure und metallisches Wolfram verantwortlich zu machen. Die Ausscheidung von Arsen aus der Arsenhütte und Chlor aus der Kobalt-Nickellaugerei soll durch entsprechende Maßnahmen unterbunden bezw. auf das zulässige Maß herabgesetzt sein. Vorausgesetzt ist dabei, daß die entsprechenden Schutzvorrichtungen auch tatsächlich eingeschaltet sind. Bei der Arsenanlage z.B. wurde wiederholt früher die Vermutung ausgesprochen, daß nicht immer, namentlich des nachts, die vorgeschriebenen Filter vorgeschaltet seien. ... Auf alle Fälle erscheint es mir zweckmäßig, weitere Anlagen, die die Nachbarschaft belästigen, innerhalb der jetzigen Borchers’schen Anlagen nicht mehr zuzulassen." .......

Die Lehrer einer Schule, die in dem betroffenen Gebiet liegt, wollen künftig den Unterricht ausfallen lassen, bei starker Vergasung. Der Wille zum Kind erstickt hier immer mehr, denn welche Eltern könnten es vor ihrem Gewissen verantworten, unter solchen Umständen Kinder aufwachsen zu lassen. Die beiden Fleischerläden der Galgheitstraße sind ebenfalls oft mit Rauch und Gas angefüllt, so dass die Kunden dieser Geschäftsleute bald darauf verzichten, ihren Bedarf hier zu decken! Ein Öffnen der Fenster und Durchlüften der Zimmer ist nicht möglich, nur bei dem hier selten strömenden Ostwind. .....
Es soll der einzige Betrieb dieser Art in Deutschland sein und die Produkte sollen wehrwirtschaftlich eine wichtige Rolle spielen. Es soll von oben gewünscht werden, dass die Produktion immer mehr und mehr gesteigert werden möge ......

Die Umweltbelastungen müssen extrem gewesen sein, wenn sich unter der NS-Diktatur eine Koalition von Anwohnern, Ärzten, NSV, DAF, Bürgermeister und Landrat gegen die Firma Borchers gebildet hatte. Aufgrund dieses Drucks beauftragte der Leiter der Reichsstelle für Wirtschaftsaufbau in Berlin am 24.8.1939 das Institut für Medizinische Chemie und Hygiene der Universität Göttingen damit, ein „Gutachten über die Wirkung der von der chemischen Fabrik Gebr. Borchers A.G. ausgehenden Fabrikgase auf den Ortsteil Unter-Oker in Oker (Harz)“ zu erstellen. Und dies wenige Tage vor Beginn des 2. Weltkriegs, in einer Zeit, da Rüstungsproduktion höchste Priorität hatte, Störungen des Produktionsablaufs schnell den Sabotagevorwurf und damit massive Strafverfolgung nach sich ziehen konnten!
In dem 59 Seiten umfassenden Gutachten kommen die Professoren Schütz (Hygiene) und Schoen (Innere Medizin) zu der Auffassung, dass es „eindeutig bewiesen (sei), daß von der Borchers’schen Fabrik Belästigungen ausgehen, die zu einer ‘erheblichen Beeinträchtigung der Gesundheit’ führen, ja, zu ‘Vergiftungszuständen, die als chronische Gesundheitsgefährdungen anzusprechen sind.“
Das Gutachten hält eine Verbesserung des Emissions- und Immissionsschutzes nicht für möglich. Da „andererseits eine Erhaltung, ja, eine Vergrößerung des Werks gerade in der heutigen Zeit unbedingt von allen Seiten gefordert werden muß“, wird empfohlen, die Erweiterung des Werks an anderer Stelle vorzunehmen und „dann das alte Werk nach und nach in neue, einwandfrei gebaute Fabrikhäuser“ umziehen zu lassen. .....

ZWANGSARBEITEREINSATZ: Der Firma waren die nach dem Überfall auf die Tschechoslowakei ankommenden Fremdarbeiter gerade recht. Fast 80 waren es im Frühjahr 1939. Sie mussten untergebracht werden, doch Baumaterial war knapp. Weil aufgrund einer Forderung der Hitlerjugend Goslar der Bau eines neuen HJ-Heims (der heutigen Goslarer Jugendherberge) anstand, erwarb die Firma von der Stadt die alte Jugendherberge, zerlegte sie und baute sie im Schleeke als Ledigenwohnheim wieder neu auf. Borchers war derjenige Goslarer Betrieb, der die meisten Fremd- und Zwangsarbeiter, männliche wie weibliche, während des Krieges beschäftigte; insgesamt 823 Menschen mussten hier unter übelsten Bedingungen arbeiten und leben. Erschütternde Details stammen von überlebenden Zeitzeugen (SCHYGA, JACOBS & KNOLLE 1999).
.....
Die Kriegswichtigkeit der Borchers-Produktion war von den Alliierten möglicherweise erkannt worden; am 22.2.1945 legten alliierte Bomber einen Teil der Pflanzenschutzabteilung (!) in Schutt und Asche; dabei kamen allein auf dem Borchers-Areal 15 Personen ums Leben. ....(BREUER 1995, SCHYGA 1999).

Externer Inhalt
http://www.spurensuche-harzregion.de/images/43-03.jpg

Arsendampf- und Arsenstaub-Emissionen der Abteilung Hütte der Gebr. Borchers AG; Aufnahme 1938
(Quelle: Archiv Heimatschutzverein Oker e.V.)

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http://www.joachims-bilder.de/galerie0173/bilder/Boraxx.jpg

Hanno
24.01.2012, 21:09
Hallo !

Und noch ein Borchers-Kind. Kann mich auch noch gut und gern an die Weihnachtsfeiern erinnern. Durfte man hin bis man 12 war. Das fand in der alten Stadthalle in Oker statt. Die Okeraner hatten wenigstens noch eine.Irgendwie Messingbrücke und dann rechts rum. Die Halle gibt es mein ich auch nicht mehr - oder ?
Das Wichtigste waren die Tüten. Die wurden allerdings Jahr für Jahr kleiner.
Oder die Tüten blieben gleich -- der Inhalt reduzierte sich. Klar bei gleichbleibendem Etat. ;)

Muss mal schauen ob die Bilder noch existieren.

Speedy
25.01.2012, 18:21
Die Weihnachtfeiern wurden dann ganz abeschaft. Aber die Mitarbeite haben dann 100,- DM bekommen. Heute sind es noch 50,-€.
Die bekommt mein Vater, auch als Rentner, immer noch.

Hanno
25.01.2012, 20:42
@ Speedy

Hallo Uwe,

ja, da greifen sicher die Sparmaßnahmen.
Meine Mutter bekommt immerhin noch ca. 60€ Werksrente von meinem Dad.
Aber mittlerweile ohne Weihnachtsgeld. Aber immerhin !

AlterSchirm
26.01.2012, 04:57
Betriebsrenten müssen - zumindest heutzutage - vom Vermögen der Firma unabhängig sein und in einer eigenen Gesellschaft verwaltet werden, damit die Empfänger, die dort jahrelang ihre Beiträge erarbeitet haben, bei einer eventuellen Insolvenz des Unternehmens nicht nachträglich geschädigt werden. Deswegen sind Werksrenten im Allgemeinen von der Wirtschaftsalage des Unternehmens unabhängig und auch eventuelle Sparmaßnahmen haben keinen Einfluss. Die Höhe der Rente und deren Änderungen mit der Zeit sind in einem individuellen Versicherungsvertrag geregelt.

Hanno
26.01.2012, 09:32
@ AlterSchirm,

ja, da hast Du sicher recht. Ich habe darüber auch schon mal im TV was
gesehen. Danach könnte man sowas auch einklagen. Ich denke aber meine
Ma ist froh dass sie lebt.

Ich finde wir sollten es dann auch dabei belassen, sonst driften wir zuweit
vom Thema ab, oder ?

georgenberger
15.03.2012, 11:21
Auch ich oute mich mal als ehemaliges Starck-Kind. Mein Vater hat dort in den 50iger Jahren gearbeitet. Die Süssigkeiten waren immer in großen Platiksack (dazu komme ich noch an anderer Stelle). Zusätzlich durfte sich jedes Kind dem Alter entsprechen ein Buch aussuchen. Diese Bücher habe ich übrigens heute noch und sie haben selbst meinen beiden Töchtern, die inzwischen schon erwachsen sind, noch Spaß bereitet.
Für mich war bei der Weihnachtsfeier das Kaspertheater der große Hit und wurde jedes Mal mit großer Spannung erwartet. Leider gab es das zum Ende nicht mehr und ich war damals sehr traurig. Daran kann ich mich noch genau erinnern.
Später, als ich die Schule beendet hatte, habe ich dreieinhalb Monat bei H.C. Strack gearbeitet, weil ich mir das Startgeld für mein Studium verdienen wollte. Ich habe damals in der Abteilung (Molybdän) gearbeitet, in der auch schon mein Vater gearbeitet hat. U. a. musste ich Salz in Fässer verpacken und abwiegen. Dazu wurde vorher ein Plastiksack hineingelegt und ich hatte sofort mein deja-vu. Der Plastiksack roch genauso wie damals die Säcke bei den Weihnachtsfeiern!
Wenn auch die Arbeit nicht ganz leicht war, so habe ich doch sehr viel gelernt und eine unvergleichliche Kameradschaft erlebt, an die ich noch heute sehr oft denke. Leider sind wohl nicht mehr sehr viele von den damaligen Kollegen noch unter uns. Vergessen werde ich sie aber nicht!

uwe unten
15.03.2012, 16:21
hallo
ja die weihnachstfeiern .in den tüten war richtg was drin. es gab sogar einen fahrdienst zur stadthalle in oker. aber das intresse an den feiern lies mitte der 80er nach. war mit meinen kindern , glaube ich ,89 das letzte mal im lindenhof.. und die tüten dann, etwas grösser als ne bunte tüte vom kiosk marktplatz jürgenohl.die tüten gabs dann im werk.

glück auf uwe

das kinderfest ist aber immer sehr gut besucht ,nicht nur werksangehörigen.

Piefke
16.03.2012, 08:50
es freut mich sehr, dass sich so viele Benutzer am Thema Borchers beteiligen. Bitte nur weiter so.
In der Zwischenzeit habe ich ein weiteres Foto gefunden, das ich hier veröffentlichen möchte. Es stammt ebenfalls aus den 50-er Jahren, ich sitze ganz vorne rechts.

Hanno
16.03.2012, 10:07
.... In der Zwischenzeit habe ich ein weiteres Foto gefunden, das ich hier veröffentlichen möchte. Es stammt ebenfalls aus den 50-er Jahren, ich sitze ganz vorne rechts.

Mmmh, ein Foto aus den 50ern ? Da kann ich ja noch nicht bei gewesen sein.

Aber im Ernst. Es sieht noch nicht nach Stadthalle Oker aus. Hat das zu
dieser Zeit noch woanders stattgefunden ?
Wenn ja, wo nicht ? ;)

Piefke
16.03.2012, 14:38
Hallo,
in den 50-er Jahren fanden diese Weihnachtsfeiern von Borchers in Goslar, im Schützenhaus statt. Vermutlich existiert das Gebäude, es befand sich am unteren Rand des Osterfeldes, auch heute noch, ev. mit einem anderen Namen.
Der Weg dahin war weit und konnte mit dem Bus zurückgelegt werden, ab Haltestelle Genthe. Ein Auto hatten wir damals noch nicht. Meistens gingen wir zu Fuß, hinter dem Bleiwerk und den "Juniorwerken" an der Bahnstrecke entlang bis zum Osterfeld - und zurück.
Grüße aus Leverkusen, Piefke

uwe unten
16.03.2012, 19:15
hallo

die fenster im hintergrund -stadthalle oker ?!?!--, war dort 64/65 selbst dort. als ich bei hc anfing 79 meine ich ,war die feier dort auch noch .die stadthallo oker wurde dann abgerissen?? mein ich . ab da im lindenhof , die familie im saal ,kaffee und kakao und kuchen ,ich mit fredi b. erwin ö. vorn ein bier getrunken.weihnachtsfeier für die grossen.

glück auf uwe

zeitzeugin
16.03.2012, 22:02
Mal eine Frage:
Gab es diese Weihnachtsfeiern mit Bescherung für Kinder aus Goslar "nur" bei Borchers?
Ich habe am 17.12.1958 so eine Weihnachtsfeier mitgemacht und habe einen Duden bekommen, in den habe ich eingeschrieben: bekommen bei der "Weihnachtsfeier der Natron-Zellstoff- und Papierfabrik in Oker".
Ich kann mich auch erinnern, daß ich mit einem Bus nach Oker gefahren bin. Wieviele Kinder in dem Saal waren, kann ich nur schätzen, heute würde ich sagen: mind. 200 Kinder.
Sind Natronag und Borchers dasselbe? Ich habe noch nie darüber nachgedacht! Bzw.: mein Wissen ist von keiner Ahnung getrübt. :D

uwe unten
16.03.2012, 23:38
hallo erika
kann sein das die natronak auch so was gemacht hat.firma ditmar -bekleigung-(geschichte), oben an der marktstr. hat früher auch so was gemacht mit modenschau im alten lindenhof.1961 war ich auch dort ---und wurde dann als pfiffiger junge in der GZ - das erstemal --erwähnt , weil ich dort -heute quizspiel-- eine modelleisenbahn gewonnen hatte. einzulösen bei gericke-fischenmäker(geschichte).

glück auf uwe

Piefke
17.03.2012, 08:12
Hallo Erika,
Die beiden Firmen Natronak und Borchers sind zwei verschiedene Firmen.
Borchers, später H.C.Starck, war und ist eine chemische Fabrik an der Straße "Im Schleeke" in Goslar, Ortsteil Oker.
Die Natronak war ursprünglich eine Papierfabrik, spezialisiert auf die Herstellung von Papiersäcken. Sie liegt in Unteroker, an der Goslarschen Straße, gegenüber der Volksschule Unteroker, später Grundschule.
Übrigens wurde ich 1950 in dieser Schule eingeschult.

Schönen Gruß
Piefke

Strippenzieher
17.03.2012, 12:00
Mal eine Frage:
Gab es diese Weihnachtsfeiern mit Bescherung für Kinder aus Goslar "nur" bei Borchers? ....


Hallo Zeitzeugin,

vom Bleiwerk gab's das auch.
Die Feiern fanden ebenfalls im Lindenhof statt.

Der Weihnachtsmann war damals unser direkter Wohnungsnachbar, aber vor lauter Ehrfurcht habe ich den nicht erkannt. :O:O:O


Viele Grüße


Andreas

zeitzeugin
17.03.2012, 14:20
Danke für die Antworten zur Weihnachtsfeier.

Interessant, daß das mehrere große Betriebe gemacht haben. Ich war nur ein einziges Mal auf so einer Weihnachtsfeier.

Gab es das vielleicht bei Odermark auch??

Hanno
05.04.2012, 12:34
Mein Vater hat zum siebzigsten ein Buch von und über H.C.Starck geschenkt.
bekommen.

Daraus mal ein paar Bilder :

2217 2212

2216 2213

2215 2214


Quelle :
Sonderwerkstoffe im Wandel der Zeit
Die Geschichte des Hauses H.C.Starck
H.C.Starck GmbH & Co. KG
Goslar, Sepember 1995

Wenn die Zeit es zulässt, werde ich mich mal dort durch die Geschichte der
Firma wühlen und eine Zusammenfassung hier einstellen.

uwe unten
05.04.2012, 19:56
hallo
da standen noch alle schornsteine . jedes mal ,wenn in den letzten 30 jahren einer abgebaut wurde, wurde ich gefragt : macht borchers zu?

glück auf uwe

Birgit
05.04.2012, 22:49
Danke für die Antworten zur Weihnachtsfeier.

Interessant, daß das mehrere große Betriebe gemacht haben. Ich war nur ein einziges Mal auf so einer Weihnachtsfeier.

Gab es das vielleicht bei Odermark auch??


Ich kann Dir nur sagen, liebe Monika,

dass es zu meiner Zeit auch eine richtig große Weihnachtsfeier bei Odermark gab - Kurhaus Bad Harzburg. Jedoch nur für Erwachsene.

Doro
24.05.2012, 15:10
Hallo zusammen,

hier ein interessanter Auszug des 5. Bd. der Spuren Harzer Zeitgeschichte, soeben erschienen.

www.spurensuche-harzregion.de/?publikationen/127

Gruß
Doro

Monika Adler
25.05.2012, 02:46
Um die Jahrhundertwende zum 20. JH war die Chemische Fabrik Borchers noch in der Innenstadt ansässig und zwar in den Gebäuden des heutigen Museums (entlang des schmalen Weges vom heutigen Museumseingang zum früheren Museumseingang) bis hin zum Gelände der heutigen Goetheschule.
http://www.worthmuehle.de/worthmuehle/bilder_gross_alte/images/gross_bild7.gif

Susanne, woher has du solche schoenen Bilder? Gruesse, monika

Kalle14Ak
19.01.2016, 19:51
Hallo !

Und noch ein Borchers-Kind. Kann mich auch noch gut und gern an die Weihnachtsfeiern erinnern. Durfte man hin bis man 12 war. Das fand in der alten Stadthalle in Oker statt. Die Okeraner hatten wenigstens noch eine.Irgendwie Messingbrücke und dann rechts rum. Die Halle gibt es mein ich auch nicht mehr - oder ?
Das Wichtigste waren die Tüten. Die wurden allerdings Jahr für Jahr kleiner.
Oder die Tüten blieben gleich -- der Inhalt reduzierte sich. Klar bei gleichbleibendem Etat. ;)

Muss mal schauen ob die Bilder noch existieren.

nein die Stadthalle wurde leider abgerissen Hanno,schade drum war immer was los da !

Kalle14Ak
19.01.2016, 19:57
Betriebsrenten müssen - zumindest heutzutage - vom Vermögen der Firma unabhängig sein und in einer eigenen Gesellschaft verwaltet werden, damit die Empfänger, die dort jahrelang ihre Beiträge erarbeitet haben, bei einer eventuellen Insolvenz des Unternehmens nicht nachträglich geschädigt werden. Deswegen sind Werksrenten im Allgemeinen von der Wirtschaftsalage des Unternehmens unabhängig und auch eventuelle Sparmaßnahmen haben keinen Einfluss. Die Höhe der Rente und deren Änderungen mit der Zeit sind in einem individuellen Versicherungsvertrag geregelt.

bei meiner Werksrente lacht sich doch jeder kaputt,wenn ich so drüber nachdenke sind 32 Euro nach 40 Jahren Genthe malloche besser als garnichts !

Goslärsche
21.01.2016, 18:35
Seit Jahren gibt es dies Thema schon - und heute finde, bzw. lese ich es zum ersten Mal! So hat Goslarer Geschichten also immer noch mal ne Überraschung gut!
Zum Thema: zu der Zeit, als ich noch als Kind auf den Weihnachtsfeiern dabei sein konnte, fanden dieses immer im Schützenhaus in Oker statt. Mir ist keine andere Örtlichkeit erinnerlich.
Was die Tüten anbetrifft: ich meine, die dicken Plastik-Tüten waren ein Eigenprodukt der Fa. Borchers - damals war an "H.C. Starck" noch nicht zu denken. In diesen Tüten - man kann es oben nachlesen, wurden hauseigene Produkte verpackt.
Dass die Größe der Tüten abnahm von Mal zu Mal - mag es sein, dass es einfach an der Verhältnismäßigkeit 'Körpergröße versus Tütengröße' gelegen haben könnte? Wir wurden ja von Jahr zu Jahr größer!
Was waren die Tüten früher riesig... Nüsse, Apfelsinen, Mandarinen, Süßigkeiten... da war ne Menge drin! Ja, die Bücher waren mehr oder weniger interessant zu lesen. Waren inhaltlich auf Altersgruppen abgestimmt.
Welche Firma sonst hat so etwas für die Angehörigen seiner Mitarbeiter in Goslar oder anderswo organisiert und investiert? Kennt jemand andere Unternehmen, die solches oder ähnliches veranstaltet haben?
Heutzutage... muss man als Mitarbeiter eines Unternehmens sein bestelltes Essen auf der Weihnachtsfeier schon selbst bezahlen, die Getränke selbstverständlich erst recht...jedefalls in den meisten Unternehmen ist es so. Es gibt noch Ausnahmen... ich bin in einer solchen tätig, die heutzutage eine Ausnahme zu sein scheint :)

Schieferberg
07.06.2024, 10:20
Ja das kenn ich auch noch....war in den 70ern dabei und teilweise gabs sogar Sonderfahrten der Bussunternehmen. Alles noch die gute alte HCST Organisation. Da war es noch ungezwungen und keine "Motivationsschulung" war erforderlich.
Heutzutage kennen die Gesellschafter nicht mal mehr die Basisgeschichte eines Unternehmens..... leider :(

Maxe 27
07.06.2024, 15:11
Liebe Forumgemeinde,

die Weihnachtsfeiern von H.C. Starck habe ich von meinem 4. bis 14. Lebensjahr in den Jahren 1962 bis 1972 mitgemacht. Neben einer kleinen Theateraufführung waren Kakao und Kuchen sowie die Verteilung der Geschenktüten durch den Weihnachtsmann das Schönste an der jährlichen Veranstaltung. Überwiegend fanden die Feiern im Schützenhaus Oker statt; ich kann mich aber auch an Veranstaltungen im Goslarer Schützenhaus erinnern.

Abgeholt wurden wir mit einem Bus der heute nicht mehr existenten Firma Reisedienst Busch, der uns - zumindest von Goslar aus - auch wieder nach Hause brachte. Von der Stadthalle Oker bin ich mit meiner Mutter meistens zu Fuß nach Hause gegangen.

Das beigefügte Foto entstand 1968 und zeigt mich gemeinsam mit einem Mädchen aus der Nachbarschaft. Die Fotos aufgenommen hatte Herr Hirschfelder, der im linken Trakt des Eckgebäudes Talstraße / Höhlenweg sein Geschäft betrieb. Rechts befand sich der Laden vom Schreibwaren- und Schulbuchhändler Eyme. Das Haus wurde im Zuge der Umgestaltung des Bereichs gegenüber der Kirchenbrücke abgerissen.

20682

Herzlichst Maxe 27

Schieferberg
07.06.2024, 15:56
Danke und echt toll das es noch Erinnerungen gibt und vor allem....solche Fotos !!!!

War damals auch immer mit meiner Mutter da, Vater hatte Schicht und eigenen Fotoapparat hatte man noch nicht.

Superschöne Erinnerungen !

Grüße :)

gidaso
07.06.2024, 16:07
Gut aufheben! So etwas überlebt die Millionen Digitalbilder und die Nachkommen können sich freuen!