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Thema: Trinks Zentrale zieht um.

  1. #1
    Hauer Avatar von Roger
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    Standard Trinks Zentrale zieht um.

    Weitere dunkle Wolken über dem Wirtschaftsstandort Goslar

    Trinks Logistik will seine Unternehmenszentrale im 3. Quartal 2022 von Goslar nach Hennef in RP verlegen.
    Ca. 170 Mitarbeiter dürfen ihren Arbeitsplatz behalten, wenn sie denn bereit sind umzuziehen.
    Es hat natürlich schon entsprechende Demos etc. gegeben.

    Hier mal der Link zur "aktuellen" Situation aus Sicht der Trinks Zentrale:

    https://www.trinks.de/aktuell/detail...512bb4e9b7401c
    Geändert von Roger (24.01.2021 um 17:38 Uhr)
    Beste Grüße

    Roger


    Not Too Old To Rock´n Roll

  2. Danke von:

    nobby (24.01.2021)

  3. #2
    Hauer Avatar von Volker
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    Hallo Roger!
    Hennef/Sieg liegt in Nordrhein-Westfalen und nicht in Rheinland/Pfalz, das nur zur Korrektur. Zum Thema selbst will ich mich nicht äußern, da fehlt mir die Sachkenntnis. Nur Eines will ich erwähnen: Die Mitarbeiter, die ein Eigentum besitzen, sind wie immer in solchen Fällen, die Verlierer.
    MfG V. Steckhan

  4. Danke von:

    Roger (25.01.2021)

  5. #3
    Hauer Avatar von Roger
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    Zitat Zitat von Volker Beitrag anzeigen
    Hallo Roger!
    Hennef/Sieg liegt in Nordrhein-Westfalen und nicht in Rheinland/Pfalz, das nur zur Korrektur. Zum Thema selbst will ich mich nicht äußern, da fehlt mir die Sachkenntnis. Nur Eines will ich erwähnen: Die Mitarbeiter, die ein Eigentum besitzen, sind wie immer in solchen Fällen, die Verlierer.
    MfG V. Steckhan
    Hallo Volker,
    ... danke für die "Korrektur".Asche auf mein greises Haupt. Natürlich liegt Hennef in NRW,und befindet sich im "Speckgürtel" von Köln und Bonn.
    Nicht nur die Mitarbeiter die Eigentum haben, auch die,die hier in Goslar zur Miete wohnen, müssen sich dort auf ein anderes Preisniveau einstellen müssen.
    Beste Grüße

    Roger


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  6. #4
    Hauer Avatar von Roger
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    Moinsen,

    Aus der GZ vom 01.September 2022

    Goslar. Vor zwei Jahren platzte eine Bombe: Mitte November 2020 verkündete die Chef Etage des Getränkelogistikers Trinks, dass die Zentrale im Sommer 2022 von Goslar nach Hennef umzieht. Immerhin: Trinks muss sich in seiner jahrzehntelangen Heimat noch bis Ende Juli 2024 um die gepachtete Immobile kümmern. Sie ist Eigentum einer Immobilien-Gesellschaft.
    Aber ob es diejenigen wirklich tröstet, die Jahre und Jahrzehnte für Trinks gearbeitet und für das Unternehmen gestanden haben? Als sich Ende März 2021 rund 70 Beschäftigte zum zweistündigen Warnstreik auf dem Parkplatz einfinden, rechnen sie 2500 Jahre gewachsenes Know-how der insgesamt 150 gekündigten Mitarbeiter gegen lediglich 13 Trinks-Jahre der aktuellen Geschäftsführung auf.
    Noch viel, viel kürzer existiert ein Betriebsrat, der für die Zentrale sprechen kann. Im Vertrauen auf das so lange so gute Arbeitsklima hat sich offenkundig nie jemand echte Gedanken um die Gründung einer eigenen Arbeitnehmervertretung gemacht. Sie wird erst Mitte April gewählt, als der Kampf um die Jobs längst begonnen hat.
    Am 21.April konstituiert sich das siebenköpfige Gremium mit Simon Wloka und Nina Gläsener an der Spitze. Gläsener ist eine von denjenigen, die bis zum letzten Tag in die Firma kommen. Andere bauen noch ihren Urlaub ab, haben frei oder sind schlicht krank. „Niemand hat sich sein Ende bei Trinks so vorgestellt, wie es jetzt kommt“, sagt sie. Schwingt ein wenig Wehmut mit? Oder Enttäuschung? Vielleicht von beidem etwas. Am neuen Standort Hennef müsste sich jedenfalls ein neuer Betriebsrat bilden. Das Goslarer Gremium ist mit Ende des heutigen Tages bereits wieder Geschichte.
    Wie verläuft der Abschied, das letzte Goslarer Kapitel? Gestern war eine kleine interne Feierstunde in der Zentrale angesetzt. Am Samstag kamen fast 80 Trinks-Leute ins Siedlerheim nach Oker zu einer privat organisierten Party dem Vernehmen nach jeweils zur Hälfte Ehemalige und noch Aktive. Nur rund 20 Beschäftigte machen laut Geschäftsleitung den Umzug nach Hennef mit. Wer zuletzt Stimmen einholen wollte und aktuell einholen will, stößt auf Schweigen. Aus leicht nachvollziehbarem Grund: Wenn Abfindungen fließen, darf nicht schlecht über den alten Arbeitgeber geredet werden so ist es allgemein in der Wirtschaft, so ist es eben auch bei Trinks nicht anders.
    Zuzugestehen ist aber auch: Nach den anfänglich heftigen Protesten laufen die Gespräche immer besser. Nach der vierten Verhandlungsrunde stehen am 31. Mai die Unterschriften unter einem Sozialtarifvertrag. Im Streit um die Folgen der Verlagerung der Zentrale erzielten der Getränkelogistiker und die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) eine Einigung für die knapp 150 gekündigten Beschäftigten. Anschließend kehrt nach außen Ruhe ein.
    Warnstreik mit Erfahrungsschatz: Am 30. März 2021 machen rund 70 Trinks Beschäftigte auf dem Firmenparkplatz im Schleeke darauf aufmerksam, mit welch gebündeltem Knowhow-Verlust das Unternehmen beim Umzug der Zentrale von Goslar nach Hennef rechen muss.
    „Uns ist vollkommen bewusst, dass der Umzug der Trinks Zentrale von Goslar nach Hennef für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Goslar ein großer Einschnitt ist“, sagt Trinks Chef Michael Stadlmann auch im August 2022. „Wir haben deshalb den geplanten Umzug frühzeitig bereits im November 2020 angekündigt“, erklärt er weiter. In Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft habe Trinks für die Belegschaft sozialverträgliche Pakete geschnürt und teilweise mit Qualifizierungsprogrammen unterstützt. „Ausdrücklich möchte ich mich im Namen der gesamten Geschäftsführung bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die geleistete Arbeit beim Übergang in die neue Zentrale in den vergangenen Monaten bedanken“, betont Stadlmann. Was passiert nun auf dem Areal im Schleeke? Nach Auskunft von Thomas Grothe von der Trinks-Bereichsleitung für Strategie/Immobilien erfüllt das Unternehmen seine Pflichten aus dem Pachtvertrag, der noch bis Ende Juli 2024 läuft. Zum Teil habe Trinks die Räumlichkeiten bereits erfolgreich untervermietet. Genannt wird ein gewerbliches Institut aus der Weiterbildungsbranche. Ab August 2024 stehen Gelände und Gebäude wieder in der Verantwortung der Eigentümer.
    Die Stadt Goslar wiederum hat nach Auskunft des Ersten Stadtrates und Wirtschaftsförderers Dirk Becker ein vitales Interesse daran, dass sich nach dem Trinks Wegzug an dieser Stelle wieder gewerbliche Wirtschaft ansiedelt. Nach Kräften unterstütze die Verwaltung deshalb die Bemühungen, die Immobilie einer guten Nachnutzung zuzuführen.

    Mit dem Umzug der Zentrale sind nicht nur Arbeitsplätze veschwunden sondern auch Kaufkraft, Gewerbesteuereinnahmen etc.
    Bei einigen Autohäusern in GS war Trinks auch Kunde mit der Dienstwagenflotte.
    Beste Grüße

    Roger


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