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Thema: Die Infrastruktuer in der Harzregion bröckelt vor sich hin.

  1. #1
    Schießhauer Avatar von märklinist
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    Ausrufezeichen Die Infrastruktuer in der Harzregion bröckelt vor sich hin.

    Hallo in die Runde,

    Genaugenommen sollten wir stolz sein, das wir das Glück haben in einer so einer Region wie den Harz zu leben. Viel Natur, Wanderwege, Teiche die in der warmen Jahrenzeit zum schwimmen einladen, Weltkulturerbe, vieles haben wir, was Großstädter nicht haben, im Gegenteil, Lärm und Abgase machen da die Menschen auf Dauer krank.

    Ganz unbewusst hat gestern Abend beim Wiedersehen der Kandidaten des Dschungelcamps Heinz Hoenig Werbung für den Harz gemacht, er schwärmte davon, als er etwa 10 Jahre war, wie er mit seinem Vater an der Okertalsperre gezeltet hat und das er mit einer kleinen Schaufel einen Wassergraben gebaut hat. Wer gut informiert ist, weiß, das Heinz Hoenig in Harlingerode aufgewachsen ist. Immerhin, die Sendung wird in 150 Länder ausgestrahlt, z.B. Menschen aus den Niederlanden, Skandinavien, aber auch aus anderen Regionen Deutschlands sind sicherlich hellhörig geworden, wenn sie Sendung gesehen haben und die ein oder andere Person hat sich vielleicht an einen Harzurlaub erinnert, oder bei manch ein kam die Idee, den Harz doch mal zu besuchen.

    Immer wird natürlich das Positive berichtet, aber leider gibt es auch negatives, so wie jüngst den Verfall des Bad Harzburger Bahnhofsgebäude, die Sperrung der Bramke Brücke die über die Okertalsperre führt. Somit bin ich bei meinem Anliegen angkommen. Ich dachte ich hörte nicht richtig, die Sperrung bleibt bis 2026 bestehen, erst dann könnte es losgehen mit einem Neubau der Brücke und mit der Fertigstellung wäre dann etwa um die Jahrzehntwende zu rechnen. Ein wirklich schlechter Witz und Zumutung für die Bevölkerung, die davon direkt betroffen ist aber auch für Touristen, die plötzlich vor der Absperrung stehen und weite Umwege fahren müssen, über Strecken, die eventuell noch nichtmal über ein Navi verfügbar sind.

    Dann der Zustand der Straßen in der gesamten Region, selbst die Straße in Bad Harzburg in der Straße wo ich wohne ist die Straßendecke in einem absolut katastrophalen Zustand, Schlagloch an Schlagloch, von wegen, das Bahnhofsgebäude ist der einzige Markel.
    Eine Urlaubsregion sollte schon großen Wert darauf legen, das die Straßen in einem gutbefahrbaren Zustand sind, ohne das man sein Fahrzeug beschädigt, mit einem Zweirad möglicherweise stürzen könnte mit entsprechenden Verletzungen. Aber auch Fußgänger könnten sich verletzen. In ähnlich traurigem Zustand sind viele Wanderwege, von den Wirdigkeiten des Wetters was wir zuletzt hatten mal abgesehen. Ein Bahnhofsgebäude was eher Erinnerung weckt, das man in einem Provinzbereich der Ex DDR angekommen ist. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind nicht nur teuer (Einzelfahrschein für eine erwachsene Person derzeit in Fahrstufe 1, 3,40€), zudem fahren die Busse zu wenig, in Bad Harzburg abends bis etwa knapp vor 18 Uhr, an den Wochenden noch viel seltener.
    Der Landkreis Goslar ist eine Ausnahme in der Region Vorharz, wo es kein Sozialticket gibt für Menschen mit gerigem Einkommen, womit ich auch eine geringe Rente meine. Man hört immer wieder die gleichen Worte, dafür ist kein Geld da. Das Geld wäre schon da, wenn es richtig ausgegeben würde, ohne jetzt Details zu nennen, das man gleich in die "braune Ecke gestellt wird".

    In Goslar ist die Sicherheit selbst am Tage nicht gegeben durch den Neuwerksgarten zu gehen oder sich dort auf einer Bank auszuruhen, sofern diese nicht schon von den Vandalen dort zerstört wurden. Drogenjunkies hängen dort ab, angeblich ist die Polizei hilflos, klar, bei den Gesetzen die wir haben und wie Richter urteilen, da muss man sich ja auch als Straftäter keine großen Gedanken machen, das die Staatsmacht mal wirklich ernst macht.

    Noch schlimmer wird es, wenn man die Harzer Bergstädte kommt, z.B. Clausthal Zellerfeld, die ältere Bevölkerung ist dazu "verdammt dort zu bleiben", die jüngeren wandern ab, Arbeitsplätze fehlen, Infrastruktur, mehr als lückenhaft, selbst ein Notarzt vor Ort ist so eine Sache, denn der muss anfordert werden, z. B. aus Herzberg, Seesen, wer da einen "Herzkasper" bekommt sollte einen "guten Draht zum lieben Gott haben", das man das überlebt. Grau in Grau, Leerstände, auch in Goslar reichlich vorhanden mitten in der Stadt, selbst die einstigen Häuser, die als Vorzeigehotels galten stehen leer (Kaiserworth und Brusttuch).

    Dies Missstände wieder in Ordnung zu bringen kostet viele Milliarden, was man hätte deutlich kleiner hätte kleiner halten können, wenn man "das Kleine macht, bevor es groß wird".

    Zu allem Überfluss rächt sich auch die Monokultur, sprich Baumsterben der Nadelgehölze, kahle Gebirgszüge, verwaiste knurrige Baumstämme sieht man schon bei der Anbreise auf der A7 von Süden kommend und auch aus der Bahn.

    Ehrlich gesagt, hat man als Urlauber, Tagestoursit, gar Kurgast "Bock darauf" seine kostbare freie Zeit im Jahr oder zum Wohle seiner Gesundheit Tage oder Wochen in einer Region zu verbringen wo Verfall und Niedergang sich vor den eigenen Augen abspielen?

    In diesem Sinn, das sollten sich mal die Verantwortlichen Politiker und Kurbetriebsgesellschaften usw. fragen, wie lange sie diesen jämmerlichen Zustand noch aufrecht erhalten wollen. Besser wird es jedenfalls nicht, durch nichts tun.

    der märklinst
    Geändert von märklinist (06.02.2024 um 18:13 Uhr)

  2. Danke von:

    sanpatricio (06.02.2024),zeitzeuge (07.02.2024)

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